Braunschweig schlägt kaiserslautern: ein lichtblick im abstiegskampf?

Braunschweig hat gestern Abend auf dem Betzenberg einen wichtigen Sieg errungen und damit zumindest vorübergehend die Abstiegsplätze verlassen. Der 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern war vielleicht nicht die Glanzleistung, aber er gab den angeschlagenen Niedersachsen neuen Mut im Kampf um den Klassenerhalt. Die Erleichterung in der Kabine war nach dem Spiel deutlich spürbar, wie der Braunschweiger Mittelfeldspieler Lino Tempelmann bestätigte.

Ein glücklicher start, eine seriöse leistung

Die Partie begann für Braunschweig alles andere als ideal. Statistisch gesehen waren die Eintracht gegen die heimstarken Pfälzer Außenseiter. Doch ein früher Treffer durch Faride Alidou, der als Leihgabe von Lautern kam und nach Vorlage von Tempelmann profitierte, brachte die Partie gehörig durcheinander. Ein schneller Rückstand für die Gastgeber, ein Auftrieb für die Gäste. So kann Fußball manchmal sein.

Obwohl die Mannschaft von Trainer Kornetka nicht optimal spielte, gelang es ihr, die Führung zu verteidigen und das Spiel kontrolliert auszubalancieren. Ein Konter im zweiten Durchgang, gekonnt abgeschlossen von Joker Erencan Yardimci, machte die Entscheidung. „Fußballerisch war es vielleicht nicht die sonderlich große Glanzleistung, am Ende waren wir aber seriös und haben zu null gespielt“, so Tempelmann nach dem Spiel.

Hoffnungsschimmer für den rest des teams

Hoffnungsschimmer für den rest des teams

Torwart Ron-Thorben Hoffmann bewahrte seinen Kasten mit einer Glanzparade vor dem Ausgleich, während die Lauterer Zuschauer ihre Enttäuschung mit Pfiffen ausdrückten. Der Sieg war der fünfte Auswärtssieg für Braunschweig, während die Lauterer nun erstmals in dieser Saison zuhause Federn lassen mussten. Das Rennen im Abstiegskampf der 2. Bundesliga bleibt eng, denn auch Düsseldorf gewann sein Spiel gegen Dresden (3:1) und schloss den Abstand zum rettenden Ufer.

Die Mannschaft steht vor einer enormen Aufgabe, aber der Sieg in Kaiserslautern zeigt, dass sie auch in schwierigen Situationen bestehen kann. „Es war ein anstrengendes Spiel, vor allem für die Nerven“, gab Keeper Hoffmann zu. Der Optimismus im Team ist zurück, und das Restprogramm wird nun mit neuer Zuversicht angegangen.