Braunöder am scheideweg: bari-ausleihe endet im desaster?
Ein Lichtblick für die SSC Bari? Eher nicht. Matthias Braunöder, ausgeliehen von Como, steht mit seiner Mannschaft vor dem Abgrund. Der Kampf um den Klassenerhalt in der Serie B hat sich für den österreichischen Mittelfeldspieler zu einem Albtraum entwickelt, und ein Verbleib in Apulien scheint unwahrscheinlicher denn je.
Die tabelle lügt? braunöders zweifel
Der Sieg gegen Aufstiegsaspirant Modena Anfang April war ein Strohfeuer, das schnell in einer Negativspirale mündete. Drei weitere Niederlagen haben Bari tief in den Abstiegskampf gestürzt. Der 18. Platz bedeutet derzeit den direkten Abstieg in die Serie C. Zwar gibt es die Möglichkeit der sogenannten Play-outs, doch dafür müsste Bari noch mindestens zwei Positionen gutmachen.
Braunöder selbst zeigt sich zwar optimistisch: „Ich glaube schon, dass wir die Qualität dazu haben, die Klasse zu halten. Wir haben einen besseren Kader, als die Tabelle aussagt.“ Doch seine Worte klingen hohl angesichts der aktuellen Misere. „Ich habe mir das alles ganz anders vorgestellt. Dass wir da jetzt unten drinstecken, ist doppelt und dreifach bitter.“ Die Leihe von Como sollte für ihn den Durchbruch bedeuten, stattdessen verbrachte er eine Saison voller Enttäuschungen, in der er lediglich in 58 Prozent der Partien in der Startelf stand.

Rückkehr nach como – oder ein neuanfang anderswo?
Fest steht: Braunöders Zeit in Bari ist abgelaufen. „Dass ich nicht hier in Bari bleibe, ist beschlossen“, so der 24-Jährige. Eine Rückkehr zu Como wäre die logische Konsequenz, doch auch dort sieht es düster aus. Como kämpft um einen Champions-League-Platz und steht kurz vor dem Einzug ins Finale der Coppa Italia. Cesc Fabregas und Co. werden ihren Kader in der neuen Saison weiter verstärken. „Da wird für mich kein Platz mehr sein, so realistisch bin ich“, gibt Braunöder zu.
Die Frage, wo der ehemalige Leistungsträger der Wiener Austria in Zukunft seine Zelte aufschlägt, bleibt offen. Ein Wechsel in ein anderes Team, möglicherweise sogar außerhalb Italiens, scheint wahrscheinlicher. Die Verantwortlichen von Como stehen bereits im Austausch mit ihm, doch über Details ist noch nichts bekannt. Der ehemalige Millionentransfer könnte sich gezwungen sehen, einen neuen Weg zu suchen, um seine Karriere wieder in den Griff zu bekommen. Die Situation ist delikat, und der Druck auf Braunöder wächst.
