Borussia dortmund: überraschende standardstärke nach trainer-abgang

Bvb blüht nach clapham-aus auf: standards als neue geheimwaffe

Felix Kunkel, 21.02.2026 • 15:52 Uhrborussia dortmund hat seit Jahresbeginn keinen dedizierten Standardspezialisten mehr im Trainerteam. Umso überraschender ist die aktuelle Entwicklung: Der BVB ist bei ruhenden Bällen plötzlich extrem gefährlich. Was vor der Winterpause kaum denkbar war, ist nun Realität: Standardsituationen sind zu einer neuen Stärke für Schwarz-Gelb geworden. Ich, Stefan Fischer, freue mich, diese spannende Entwicklung für TSV Pelkum Sportwelt zu beleuchten.

Deutlicher anstieg der torgefährlichkeit

Seit dem Restart im Januar erzielte der BVB zehn seiner 23 Pflichtspieltore nach Standards – ein beachtlicher Anteil von 43 Prozent. Zur Vergleich: Vor der Winterpause waren es 15 von 47 Toren (32 Prozent). Diese deutliche Steigerung ist besonders bemerkenswert, da sie nach dem überraschenden Abschied von Alex Clapham, dem bisherigen Standardtrainer, eintrat. Es zeigt, dass die Mannschaft in der Lage ist, auch ohne Spezialisten erfolgreich zu sein.

Der überraschende abschied von alex clapham

Der überraschende abschied von alex clapham

Der 36-jährige Brite war im Sommer 2024 unter Nuri Sahin zum BVB gekommen und hatte auch im Trainerteam von Niko Kovac seine Expertise eingebracht. Allerdings gab es im Laufe der Hinrunde immer wieder Kritik an der Dortmunder Schwäche bei Standards. Insbesondere das Aus im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen, wo keine der elf Ecken zu Gefahr führte, hatte das Thema hochkochen lassen. Nach Clapham's Weggang kündigte Kovac an, dass andere Spieler Verantwortung übernehmen müssten.

Interne lösung funktioniert perfekt

Und diese interne Lösung scheint sich auszuzahlen. Der BVB erzielte in dieser Saison insgesamt 36 Prozent (25/70) seiner Pflichtspieltore nach Standards, darunter allein neun der letzten 15. In der Bundesliga belegt der BVB sogar den zweiten Platz bei Standardtoren (19), nur der FC Bayern München (20) liegt vor ihnen. Die Entwicklung ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass der FC Bayern in der Vergangenheit ebenfalls Schwächen bei Standards gezeigt hat. Der kommende Liga-Showdown gegen die Bayern wird also besonders spannend!

Vergleich zur vorsaison: eine klare verbesserung

In der gesamten Vorsaison hatte Dortmund lediglich 14 Treffer nach ruhenden Bällen erzielt – ein Anteil von 20 Prozent (14 von 71 Toren), der ligaweit am geringsten war. In der aktuellen Bundesliga-Saison liegt der Wert bereits bei 40 Prozent, was nur von vier Vereinen übertroffen wird. Seit dem Jahreswechsel ist der BVB bei Standards besonders gefährlich. In den sieben Bundesliga-Spielen nach der Winterpause erzielte das Team von Kovac bereits zehn Standardtore – mehr als jeder andere Verein.

Ryerson als schlüsselspieler und kehls analyse

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Julian Ryerson. Der norwegische Außenverteidiger bereitete am vergangenen Freitag gegen Mainz alle vier Tore vor, darunter auch die drei nach Standards. Er ist mit sechs Vorlagen durch Standards in dieser Bundesliga-Saison Bestwert in Europas Top-5-Ligen, zusammen mit Bruno Fernandes von Manchester United. Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte nach dem Spiel, dass das Team einige Dinge umgestellt habe und es unfair wäre, den Erfolg an einer einzelnen Person festzumachen.

Was steckt hinter der neuen standardstärke?

Die BVB-Profis führen den Erfolg vor allem auf die intensive Trainingsarbeit zurück. Im Wintertrainingslager in Marbella wurden gezielt Abläufe und Details einstudiert. Auch die Qualität der Dortmunder Standardschützen wird gelobt. Ryerson betont, dass das Team klare Aufgaben hat und wenn jeder diese erfüllt, wird es gefährlich. Die Zahlen sprechen für sich: Die ruhenden Bälle sind aktuell ein echter Erfolgsfaktor für den BVB. Ich bin gespannt, wie sich diese Entwicklung weiterentwickelt und freue mich darauf, Sie über die neuesten Entwicklungen zu informieren!