Borussia dortmund setzt im winter auf den bestehenden kader – ein riskantes spiel?
Bvb verzichtet auf wintertransfers – trotz personalengpässe
Borussia Dortmund hat sich überraschend dazu entschieden, in dieser Wintertransferperiode auf Neuzugänge zu verzichten. Trotz einiger Abgänge und einer angespannten Personalsituation, insbesondere in der Defensive, setzen die Verantwortlichen auf den bestehenden Kader. Diese Entscheidung, getroffen am Montagabend, ist durchaus ein Wagnis, wie Experten meinen.

Abgänge überwiegen zugänge
Der BVB gab im Winter Pascal Groß, Aarón Anselmino, Cole Campbell und Julien Duranville (beide Leihbasis) ab. Auf der Zugangsseite steht dagegen eine Null. Besonders überraschend ist dies angesichts der Verletzung von Filippo Mane, der mehrere Wochen ausfallen wird. Der Abgang von Anselmino, den man eigentlich bis zum Sommer im Verein gehalten hätte, verschärft die Situation zusätzlich.
Kovac sieht keinen handlungsbedarf
Trainer Niko Kovac deutete nach dem 3:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim bereits an, dass der BVB aktuell „keinen mehr bräuchte“. Trotz der Ausfälle und der dünnen Personaldecke sehen die Verantwortlichen keinen akuten Handlungsbedarf. Diese Haltung wird von einigen Fans kritisch hinterfragt.
Angespannte lage in der abwehr
Mit Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Niklas Süle, Emre Can und Ramy Bensebaini stehen zwar fünf Spieler für die drei Positionen in der Dreierkette zur Verfügung, doch die Situation ist angespannt. Niklas Süle hat in dieser Saison bereits 16 Spiele verpasst, und auch Emre Can kämpft immer wieder mit Verletzungen.
Kehl: „wir vertrauen dem kader“
Sebastian Kehl betonte gegenüber Sky, dass der BVB dem Kader vertraut und keine weiteren Verstärkungen plant. Julian Ryerson wird als Notnagel in dieser Rolle gesehen, ist aber keine langfristige Lösung. Diese Entscheidung bricht mit der Tradition des BVB, in den vergangenen Wintern regelmäßig neue Spieler zu verpflichten.
Erinnerungen an schwierige zeiten
Im letzten Winter kamen Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka hinzu, zudem kehrte Salih Özcan vorzeitig aus Wolfsburg zurück. Vor einem Jahr waren es Jadon Sancho und Ian Maatsen. Die aktuelle Situation erinnert an den Herbst vor eineinhalb Jahren, als Ex-Trainer Nuri Sahin kaum noch genügend Profis für das Training hatte. Die Folgen waren negative Ergebnisse und Sahins Entlassung.
Warnung durch die partie gegen inter mailand
Der BVB geht
mit dem kleinsten Kader der Liga (24 Spieler) in die kommenden Monate, inklusive junger Talente wie Almugera Kabar und Torhüter Silas Ostrzinski. Die Partie gegen Inter Mailand, in der Kovac aufgrund von Verletzungen und Sperren nur 14 Feldspieler zur Verfügung hatte, zeigte, wie schnell sich personelle Engpässe ergeben können. Der BVB wählt die Option Risiko.