Borussia dortmund: schluss mit tabellen im jugendfußball? ein plädoyer für mehr chancengleichheit
Debatte um tabellen im nachwuchsbereich entfacht
Thomas Broich, der sportliche Leiter des Nachwuchszentrums von Borussia Dortmund, hat eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Tabellen im Jugendfußball angestoßen. In einem Interview im Podcast “Denkfabrik Nachwuchsfussball” stellte er die Frage, ob Tabellen überhaupt notwendig seien und für wen sie wirklich relevant seien. Er kritisierte den oft überzogenen Leistungsdruck und den Fokus auf den Tabellenplatz.

Kritik am umgang mit ergebnissen
Broich bemängelte vor allem die Art und Weise, wie Verantwortliche mit Ergebnissen im Nachwuchs umgehen. „Eigentlich ist die Tabelle nicht das Problem, wenn die Leute dahinter das nicht zum Problem machen würden“, so der 45-Jährige. Er schlug vor, über die Abschaffung von Tabellen nachzudenken, wie es bereits in England der Fall ist, wo Ligen erst ab der U16 ausgespielt werden.

Chancengleichheit für alle jahrgänge
Ein wesentlicher Aspekt der Debatte ist die Förderung der Chancengleichheit für Spieler, die später im Jahr geboren wurden. Oftmals sind Frühgeborene physisch im Vorteil, während spätere Geborene benachteiligt werden. Broich argumentiert, dass ohne Tabellendruck die Kaderaufstellung und Einwechslung anders gestaltet werden könnten.
Wie eine abschaffung aussehen könnte
Eine Abschaffung der Tabellen würde bedeuten, dass die Kader anders zusammengestellt, die Startaufstellungen anders gewählt und die Wechsel anders vorgenommen würden. “Wer sind denn die Spieler, die spät eingewechselt werden? Das sind oft die spätgeborenen Spieler, wenn sie überhaupt dabei sind”, verdeutlicht Broich die aktuelle Problematik. Viele spätgeborene Spieler finden sich oft nicht einmal im Kader wieder.
Vorbild england: liga-start erst ab u16
Das englische Modell, das den Liga-Betrieb erst ab der U16 startet, könnte eine mögliche Lösung darstellen. Dies würde den Druck auf die jüngeren Spieler verringern und eine gleichmäßigere Entwicklung ermöglichen. Der Fokus würde stärker auf die individuelle Förderung und die spielerische Entwicklung gelegt werden.
Mehr als nur ein tabellenplatz zählt
Thomas Broich betont, dass es im Jugendfußball vor allem darum gehen sollte, junge Talente zu fördern und zu entwickeln, anstatt sich auf Tabellenplätze zu konzentrieren. Die Leidenschaft für den Sport und die Freude am Spiel sollten im Vordergrund stehen. Sport verbindet und inspiriert, wie ich als leidenschaftlicher Sportliebhaber und Autor bei TSV Pelkum Sportwelt immer wieder erlebe.
