Bologna findet neuen weg: 4-3-3 und weniger druck für die wende
Anpassungen, keine revolution
Vincenzo Italiano, ein Trainer, der für sein europäisch geprägtes Spiel bekannt ist, bleibt seiner Philosophie treu, ist aber gleichzeitig flexibel in der Umsetzung. Er orientiert sich an dem Motto von Jeff Bezos: „Beharrlich in deiner Vision, flexibel in den Details.“ Seit zwei Wochen arbeitet Italiano an Anpassungen, die zu einem neuen Bologna führen sollen. Es geht nicht um grundlegende Veränderungen, sondern um feine Nuancen, um den positiven Trend zu verstärken. Das morgige Spiel gegen Brann könnte Bestätigung bringen.

Krise und der weg heraus
Mit nur zwei Siegen in 13 Spielen befand sich Bologna in einer Krise. Italiano begann bereits vor zwei Wochen, nach einem Ausweg zu suchen. Entscheidend war dabei die Rückkehr wichtiger Spieler wie Freuler, Lucumi und Berna sowie die Analyse der begangenen Fehler, die auch von der Vereinsführung (in Person von CEO Fenucci) unterstützt wurde. Die Lösung liegt in Korrekturen, nicht in einer Revolution.

Odgaard und das 4-3-3 system
Sobald die Spieler wieder
in Form sind und das Vertrauen zurückgewinnen, wird Bolognas Spiel wieder zur vollen Entfaltung kommen. Italiano hat auf das 4-3-3 System umgestellt und dabei etwas vom 4-2-3-1 abgerückt, besonders gegen gleichwertige Gegner. Interessanterweise setzte er Odgaard bereits vor einem Jahr in Genua als hängende Spitze ein – eine Maßnahme, die sich als entscheidend erwies. Letzte Woche in Turin wurde Odgaard sogar als zentraler Stürmer eingesetzt, was weitere taktische Flexibilität demonstriert.
Engere linien und mehr schutz
Der Druck auf den Gegner zu Beginn des Spiels wurde reduziert, wodurch den Gegnern mehr Zeit für den Spielaufbau eingeräumt wird. Die Linien wurden enger gezogen, um der Abwehr mehr Schutz zu bieten. Ein Aspekt, der sowohl von Freuler als auch von Italiano gefordert wurde. Zudem bleibt in der Innenverteidigung immer ein Spieler in einer schützenden Position, um Konter zu verhindern – eine Reaktion auf die vielen Gegentore in der Vergangenheit.
Direkteres spiel nach vorne
Der Spielaufbau von hinten wurde minimiert. Von Skorupski geht der Ball direkt zu Miranda (oder Joao Mario/Zortea) und dann schnell in die Offensive. Das Spiel wurde direkter und schneller. Gleichzeitig wurde die Balleroberung beibehalten, was zum Tor von Nikola Moro gegen Turin führte (offiziell kein Eigentor von Vlasic).
Rowe, castro und sohm: die offensive
Jonathan Rowe ist in Turin häufiger in den Strafraum eingedrungen, was Orsolini schon immer tut. Santiago Castro und Dallinga wurden aufgefordert, öfter selbst den Abschluss zu suchen. Simon Sohm, der anstelle von Fabbian spielte, konnte sowohl als Innenverteidiger als auch als hängende Spitze agieren. Italiano findet also Lösungen. Wenn Bologna sich erholt, liegt das auch daran – und das Spiel gegen Brann wird weitere Antworten liefern.
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