Boccia-sensation in pajulahti: deutsche farben holen edelmetalle!
Pajulahti, Finnland – Ein furioser Auftritt der deutschen Boccia-Nationalmannschaft beim World Boccia Challenger! Zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille sind der krönende Abschluss eines hochklassigen Turniers, das die internationale Szene in Atem hielt. Besonders hervorzuheben ist das herausragende Abschneiden von Gabriele Zendron, der mit seiner Leistung die Fans begeisterte.
Zendron glänzt in der bc3-klasse
Gabriele Zendron war zweifellos der Star des Turniers. Im Einzelbewerb BC3 kämpfte er sich bis ins Finale vor, wo er dem türkischen Top-Spieler Öner Bozbiyik knapp mit 4:2 unterlag. Die Partie war von taktischer Finesse und Nervenkitzel geprägt, wobei Zendron bereits im ersten End den ersten Punkt für sich entscheiden konnte. Doch Bozbiyik zeigte seine Klasse und konterte, bevor er schließlich die Oberhand gewann. Der Weg ins Finale war jedoch alles andere als selbstverständlich: Zendron dominierte die Vorrunde und besiegte souverän sowohl Pavao Ruzic (5:0) als auch Klemen Kramzar (4:1). Auch die Viertelfinalpartie gegen Abdullah Alsamkari (4:2) und das Halbfinale gegen Áki Joensen (5:0) meisterte er mit Bravour.

Doppel-erfolg mit michela favini
Doch Zendrons Erfolgswette ging weiter: Gemeinsam mit Michela Favini sicherte er sich im Doppelbewerb BC3 die Silbermedaille. Das deutsche Duo ließ sich auch hier nicht lumpen und setzte sich gegen starke internationale Konkurrenz durch. Nach Siegen gegen Saudi-Arabien (5:2) und die Türkei (4:1) qualifizierten sie sich als Gruppenerste für das Halbfinale, wo sie die kroatische Mannschaft glatt mit 7:1 ausschalteten. Im Finale scheiterte man knapp mit 5:2 an Frankreich.

Bronze für das bc1/bc2-team
Auch das Team aus Vincenzo Russo, Riccardo Zanella und Claudia Targa konnte überzeugen und sicherte sich die Bronzemedaille in der BC1/BC2-Wertung. Mit vier Siegen in der Vorrunde gegen Frankreich (7:3), die Slowakei (5:2), die Ukraine (5:4) und Kroatien (7:4) zeigte das Team seine Stärke. Im Halbfinale war jedoch gegen Großbritannien nicht mehr viel zu holen (3:10), aber der anschließende Sieg gegen Frankreich im Kampf um Platz drei (8:7) war ein würdiger Abschluss.
Ein Zeichen für die Zukunft: Die Ergebnisse in Pajulahti sind ein deutliches Zeichen für die kontinuierliche Weiterentwicklung des deutschen Boccia-Sportes und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Paralympics 2028 in Los Angeles. Der Zusammenhalt und die Leidenschaft des Teams sind beeindruckend, und mit der richtigen Unterstützung können weitere Erfolge nicht fernliegen.

Weitere ergebnisse und ausblick
Auch die Einzelspielerinnen Giulia Marchisio und Michela Favini zeigten gute Leistungen, scheiterten aber knapp in den Viertelfinals. Riccardo Zanella und Giuseppe Rollo kamen im BC1-Bewerb ebenfalls nicht über das Viertelfinale hinaus. Vincenzo Russo konnte sich in der BC2-Klasse nicht für die nächste Runde qualifizieren, während Claudia Targa in der BC2-Damenwertung die Gruppenphase nicht überstand.
„Ein wunderschönes Erlebnis und Ergebnisse, auf die wir stolz sein können“, freute sich der Präsident des Deutschen Boccia-Verbandes, Roberto Favre. „Ich bin nicht nur von den Ergebnissen beeindruckt, sondern vor allem vom Verhalten unserer Athleten, des Stabes und des gesamten Teams, das dieses Turnier mit großem Teamgeist, Entschlossenheit und Zusammengehörigkeit erlebt hat.“
Mit Blick auf die Zukunft betonte Favre die Bedeutung der Unterstützung durch Partner und Institutionen, die die Entwicklung des Sports fördern. Die Zusammenarbeit mit der Region Aostatal, die eine Partnerschaft zur Förderung des inklusiven Sports eingegangen ist, wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Der deutsche Boccia-Sport blickt optimistisch in die Zukunft!
