Boccaccio-abgang? vfb oldenburg bangt um platz im meisterschaftsrennen

Schock in Oldenburg: Julian Boccaccio, einer der Schlüsselspieler im Angriff der Blau-Weißen, wird wohl im Sommer den Verein verlassen. Die Verhandlungen über einen neuen Vertrag scheiterten an unterschiedlichen Vorstellungen – ein herber Schlag für die Ambitionen des VfB im Kampf um die Meisterschaft.

Trainer fossi hofft auf schnelle lösung

Trainer fossi hofft auf schnelle lösung

Die Situation ist angespannt, aber Trainer Dario Fossi behält die Ruhe. „Wir sind auf der Suche nach einer geeigneten Verstärkung und werden sehr zeitnah eine gute Lösung präsentieren können“, so Fossi gegenüber den Medien. Die Suche nach einem würdigen Nachfolger für Boccaccio, der in dieser Saison bereits sieben Tore erzielte und 14 Vorlagen lieferte, beginnt also schleunigst.

Währenddessen kämpft der VfB weiterhin um die vage Hoffnung auf den Titel. Nach dem wichtigen Sieg gegen den FC St. Pauli II, der die theoretische Chance am Leben erhielt, gilt es, die Konkurrenz im Blick zu behalten. Geschäftsführer Sport Sebastian Schachten verdeutlicht: „Wir machen unsere Hausaufgaben, sind aber natürlich darauf angewiesen, dass Meppen ins Stolpern gerät.“ Ein Ausrutscher des Tabellenführers könnte den VfB noch ins Rennen zurückbringen.

Neuer Mann im Sturm? Ein möglicher Kandidat für die Boccaccio-Position ist Kasra Ghawilu vom SSV Jeddeloh II. Der 27-jährige Kapitän steht bei den Oldenburgern hoch im Kurs, weckt aber auch das Interesse von Drittligisten, darunter sogar Meppen. Ghawilu soll sich bei seiner Entscheidung nicht nur vom finanziellen Aspekt leiten lassen, sondern auch von der Möglichkeit, in Oldenburg eine Führungsrolle zu übernehmen. Seine Vertragssituation mit diversen Ausstiegsklauseln macht die Verpflichtung allerdings zu einer finanziellen Herausforderung.

Neben der Suche nach einem neuen Stürmer scheint sich die Trainersituation zu stabilisieren. Obwohl die Verhandlungen um die Zukunft von Dario Fossi bis kurz vor Saisonende andauerten, zeichnet sich eine baldige Einigung ab. „Ich gehe davon aus, dass wir in der kommenden Woche eine Einigung hinbekommen“, so Schachten optimistisch.

Der VfB setzt in der kommenden Saison voraussichtlich auf Kontinuität. Neben Jhonny Peitzmeier, Leon Deichmann, Marc Schröder und Mats Facklam verlängern auch Vjekoslav Taritas und Ngufor Anubodem ihren Vertrag. Auch Aurel Loubongo steht auf der Liste, prüft jedoch noch höherklassige Angebote. Ein ungewöhnlicher Fall ist Steven Mensah, der als zweiter Torwart kaum Chancen auf Spielpraxis hat und daher Oldenburg wohl verlassen wird.

Ein weiterer Aspekt: Die Verletzung von Moses Otuali, der sich im Spiel gegen Altona 93 die Achillessehne riss, wirft einen weiteren Schatten auf die Kaderplanung. Trotz der schweren Verletzung soll auch er einen neuen Vertrag erhalten – ein Zeichen der Wertschätzung für seine Leistungen.

Die Abgänge und Neuzugänge werden entscheidend dafür sein, ob der VfB Oldenburg in der kommenden Saison erneut um die Spitze mitspielen kann. Der Weg zum Meisterschaftstitel ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Die Verantwortlichen zeigen sich kämpferisch und wollen alles daran setzen, die ambitionierten Ziele zu erreichen.