Bob-überraschung in cortina: lochner dominiert, friedrich unter druck
Deutsche dominanz beim zweierbob in cortina d'ampezzo
Johannes Lochner und sein Anschieber Georg Fleischhauer haben bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026 ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. Mit zwei herausragenden Läufen haben sie die Führung im Zweierbob übernommen und den Dauerrivalen Francesco Friedrich deutlich distanziert. Lochner zeigte eine perfekte Linie und scheint auf bestem Weg zum ersehnten Olympiagold zu sein.

Lochner setzt sich durch – friedrich mit rückstand
Nach dem ersten Lauf
hatte sich bereits ein deutlicher Abstand zwischen den beiden Top-Favoriten abgezeichnet. Lochner verwies Friedrich um acht Zehntelsekunden auf den zweiten Platz. Adam Ammour reihte sich mit einem Rückstand von 1,24 Sekunden auf dem dritten Rang ein. Die Konkurrenz aus dem Ausland liegt deutlich zurück.
Der perfekte start in die entscheidende woche
Für Johannes Lochner ist dies der ideale Auftakt in seine letzte Wettkampfwoche. Der 35-Jährige hat bereits angekündigt, seine Karriere nach den Olympischen Spielen zu beenden und möchte unbedingt seinen ersten Olympiasieg feiern. Bisher war er bei großen Rennen oft gegen Francesco Friedrich unterlegen, unter anderem bei den Olympischen Spielen in Peking 2022.
Friedrichs jagd nach dem fünften gold
Francesco Friedrich, der zweimalige Doppel-Olympiasieger, strebt danach, zum erfolgreichsten Bob-Piloten der Geschichte aufzusteigen. Mit einem fünften Olympiasieg würde er den aktuellen Rekordhalter André Lange (4x Gold, 1x Silber) übertreffen. Der Druck auf den Sachser ist enorm.
Lochner: „ich kann mich nur selbst schlagen“
Im Vorfeld der Rennen hatte Johannes Lochner sein Selbstvertrauen zum Ausdruck gebracht: „Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen.“ Diese Worte untermauerte er mit seinen beeindruckenden Läufen in Cortina. Er zeigte zweimal die klar beste Linie und demonstrierte seine hervorragende Form. Im Zielbereich feierte er mit geballter Faust.
Dominanz im weltcup bereits angedeutet
Die Vormachtstellung von Lochner hatte sich bereits im Weltcup abgezeichnet. Er reiste mit sechs Siegen in sieben Zweier-Rennen nach Cortina. Nach einer durchwachsenen Saison hatte er treffend bemerkt: „Das Imperium hat immer zurückgeschlagen.“ Nun scheint das Imperium wiederhergestellt zu sein.
Ergebnisse – zweierbob männer
| Platz | Athleten | Zeit Lauf 1 | Zeit Lauf 2 | Gesamtzeit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Johannes Lochner / Georg Fleischhauer (GER) | 48.52 | 48.61 | 1:37.13 |
| 2 | Francesco Friedrich / Thorsten Margis (GER) | 48.60 | 48.75 | 1:37.35 |
| 3 | Adam Ammour / Kilian von Schleinitz (GER) | 48.76 | 48.89 | 1:37.65 |
