Bmw stemmt 7,45 mrd. gewinn – doch 2026 wird alles anders
7,45 Milliarden Euro blieben 2025 in München hängen – ein Minus von drei Prozent, aber immer noch eine Summe, mit der fast zwei Dutzend Bundesligavereine kaufen könnten. Der Sturm aus China, Handelskriegen und Zöllen peitscht die Bayerischen, doch sie stehen noch. 2,46 Millionen Autos und 202.000 Motorräder rollten über die Ladestege, praktisch auf Vorjahresniveau. Die Botschaft: Wir halten Kurs.
Neue klasse statt notstand
Was kaum jemand bemerkte: Die echten Waffen werden erst entsichert. 2026 startet die Neue Klasse – keine Modellpflege, sondern ein Brett, das BMWs gesamte Elektronik, Antrieb und Software neu aufstellt. 40 Modelle und Facelifts sollen bis Ende 2027 folgen, die erste iX3 steht schon in den europäischen Showrooms. Die Batterien packen 20 Prozent mehr Energie in denselben Raum, die Ladesäule lässt 30 Prozent schneller Strom fließen. Und das Fahrzeug wird zum rollenden Stromspeicher: Strom nach Hause, Strom ins Netz, Strom fürs Wochenende-Camping.
Die Heart-of-Joy-Zentrale ist kein Münchner Karaoke-Lokal, sondern eine Super-ECU, die alle vier Domänen – Antrieb, Fahrwerk, Infotainment, Assistenz – im Millisekundentakt lenkt. Dahinter steckt BMW Operating System X, das künftig Alexa+ oder DeepSeek als Co-Piloten an Bord holt. Je nach Markt redet der Wagen mit dem Fahrer auf Chinesisch, Texas-Englisch oder Schwäbisch.
X5, i3 und eine 450 gs, die alles kann
Im Sommer 2026 folgt die neue X5 – erstmals in fünf Antriebsvarianten, darunter 2028 eine Brennstoffzelle, die Wasserstoff inhaliert und nur Dampf ausstößt. Range-Extender? Abgelehnt. 800 Kilometer Reichweite und 400 kW Ladeleistung machen den Range-Rex überflüssig. Parallel startet die elektrische i3 – nicht der stubby Stadtflitzer von einst, sondern die E-Version der 3er-Reihe, gebaut wo einst der Münchner Bierkönig residierte.
Motorradfans spätestens im April 2026: F 450 GS heißt die neue Mittelklasse-Adventure, genug Tiefschlag für Afrika-Corps-Feeling bei 48 PS. Die M-Division elektrifiziert sich 2027 mit einem reinen E-Tracktool – ein Einschlag, der Porsche und Mercedes-AMG vor neue Latten legt.

Stahlhartes fazit
Der 6,3-prozentige Umsatzrückgang auf 133,5 Milliarden und das 1,5-Punkte-Zoll-Minus schmerzen, aber sie kaufen BMW Zeit. Die neue Architektur kommt nicht als Rettungsring, sondern als Katapult. Wer 2025 noch mit Zündkerzen wirbt, wird 2027 vom Strom überspült. München rechnet sich das aus – und die Konkurrenz rechnet gerade um.
