Blitztor nach 49 sekunden: eintracht-frauen fegen hoffenheim weg und kassieren europa-ticket

49 Sekunden. So schnell brauchte Rebecka Blomqvist, um Hoffenheims Champions-League-Traum zu zerreißen und Frankfurt wieder in die Spur zu schießen. Das 2:0 im Nachholspiel war mehr als drei Punkte – es war eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Schnee, kälte, blitzstart: dick patzt, blomqvist trifft

Die Geschichte beginnt mit einem Fehler, der im Protokoll als „unglücklicher Querschläger“ steht, in Wahrheit aber ein Befreiungsschlag war. TSG-Keeperin Laura Dick will klären, trifft den Ball schlecht, und plötzlich liegt er vor Blomqvist. Die Schwedin zögert nicht, schiebt ein, 1:0. Die Hinterhand gibt’s in der 78. Minute nach, wieder Blomqvist – diesmal mit Nachdruck. Die Sirene der TSG ist erloschen.

„Wir wollten von der ersten Minute Gas geben“, sagt Sara Doorsoun, die Abwehrchefin, die in den vergangenen Tagen mehr Kritik einstecken musste als Schneeschläge. „Das haben wir umgesetzt.“ Die Zahlen sprechen für sich: Frankfurt dominiert die Zweikämpfe 58:42, gewinnt 13 von 17 Standardsituationen und lässt Hoffenheim bis zur 63. Minute keine einzige Großchance zu.

Platz drei ist wieder frankfurt – aber die maschine muss heiß bleiben

Platz drei ist wieder frankfurt – aber die maschine muss heiß bleiben

Vor dem Spiel stand Hoffenheim auf dem CL-Rang, jetzt ist es Frankfurt – mit einem Punkt Vorsprung. Noch sechs Partien, vier davon in der Stadionanlage an der Hainer Weg. „Endspiel“ ist kein Modewort mehr, sondern Programm. „Wenn wir diese Energie Woche für Woche abliefern, weiß ich nicht, wer uns halten soll“, sagt Doorsoun – und meint es nicht als Drohung, sondern als Versprechen.

Samstag, 12 Uhr, HSV kommt. Unchristliche Anstoßzeit, aber eine himmlische Chance. „Mit uns ist zu rechnen“, sagt Trainer Niko Arnautis. Keine Frage, kein Wunsch – ein Fakt. Die Europa-Tür steht offen, Frankfurt stellt sich in den Türrahmen und will nicht mehr raus.