Blatter plädiert für russland-rückkehr: politische trennung vom sport gefordert
Debatte um russische sportbeteiligung hält an
nnDie Diskussion um die mögliche Wiederzulassung russischer Athleten und Mannschaften bei internationalen Großveranstaltungen ist weiterhin in vollem Gange. Ex-FIFA-Präsident Joseph S. Blatterhat sich nun überraschend für eine Rückkehr Russlands auf die globale Fußballbühne ausgesprochen. Er betont die Notwendigkeit, Politik und Sport voneinander zu trennen.
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Blatters argumentation: keine kollektive bestrafung
nn“Ich bin kein Richter. Meine Meinung zu Russland: Man sollte die Politik vom Sport, vom Fußball trennen. Wir können nicht jedes Land, das sich mit einem anderen im Krieg befindet, ausschließen, sonst dürfte nicht nur Russland betroffen sein”, erklärte Blatter gegenüber der Sport Bild. Diese Aussage wirft die Frage auf, inwieweit sportliche Leistungen von politischen Konflikten beeinflusst werden dürfen.
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Infantino und die jugendförderung
nnBlatters Nachfolger, Gianni Infantino, hatte sich bereits zuvor für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt, insbesondere im Jugendbereich. Es gibt bereits Beispiele, in denen russische Sportler wieder an Wettkämpfen teilnehmen dürfen, beispielsweise im Tennis oder bei den anstehenden Paralympischen Winterspielen in Italien.
nnTeilnahme bei den paralympischen winterspielen
nnInsgesamt dürfen sechs russische und vier belarussische Athleten mit einer Wildcard an den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März) teilnehmen. Dies zeigt eine gewisse Lockerung der Sanktionen im paralympischen Bereich. Die Entscheidung ist jedoch umstritten und wird von vielen kritisch gesehen.
nnRusslands ausschluss vom fußball
nnIm Fußball ist Russland seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 ausgeschlossen. Die Europameisterschaft 2021 war das letzte Turnier mit russischer Beteiligung, die FIFA-WM 2018 in Russland das letzte Turnier unter FIFA-Regie. Eine Rückkehr in naher Zukunft scheint unwahrscheinlich.
nnKritik an infantino und der wm in den usa
nnMit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) übte Blatter erneut scharfe Kritik an Infantino und dessen Beziehung zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Er hinterfragte die Sicherheitssituation in den USA kritisch und zog Vergleiche zur WM 2022 in Katar.
nnSicherheitsbedenken in den usa
nn“Was in Minneapolis passiert ist, ist schlimmer als alles, was je in Katar passiert ist, das die WM 2022 ausgerichtet hat”, so Blatter. Diese Aussage bezieht sich auf Vorfälle im Zusammenhang mit Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE im Januar in Minneapolis, die eine Debatte über die Sicherheitslage in den USA auslösten.
nnKein boykott der wm
nnTrotz der Sicherheitsbedenken und der politischen Umstände sprach sich Blatter klar gegen einen Boykott der WM aus. Er betonte, dass die Spieler unbedingt teilnehmen möchten und ein Verbot durch die Verbände zu einem Aufstand unter den Fans führen würde. “Die wichtigsten Akteure im Fußball sind die Spieler, und die wollen unbedingt an der WM teilnehmen
