Bischofs doppelpack rettet bayern: generalprobe vor real perfekt

Tom Bischof hat gewartet, bis der Schiedsrichter fast schon im Weg stand. Dann schlug er zweimal zu. 33 Pflichtspiele brauchte der 20-Jährige, bis er endlich seine ersten Bundesliga-Tore für den FC Bayern erzielte – und wie. Zwei Fernschüsse, zwei Ecken, zwei Tore. Das 2:3 in Freiburg wurde zur Bischof-Show.

Die erste Halbzeit war ein Albtraum. Freiburg presste wie verrückt, die Bayern fanden kein Mittelfeld. „Brutal“, nannte Bischof es hinterher. Die Breisgauer spielten Mann-gegen-Mann bis ins Tor. Nach der Pause schlug Manzambi mit einem Seitfallzieher ein – und dann machte Höler das 2:0. Das Spiel schien gelaufen.

Kimmich hatte ihn vorher noch gedrängt

Doch Bischof hatte eine Rechnung offen. Joshua Kimmich hatte ihn vor dem Spiel aufgezogen: „Kannst du mal bitte auf die Kiste schießen? Immer machst du’s im Training, im Spiel sieht man’s nie.“ Die Antwort kam in der 81. Minute. Bischof nahm den Ball, der Schiri tauchte auf wie ein Geist, sagte laut Bischof: „Oh.“ Dann flog die Kugel unten links rein. 1:2.

Die Nachspielzeit lief bereits, als er abermals zielte. Diesmal mit links. Wieder unten rechts. 2:2. Das Stadion verstummte. Nur die Bayern-Bank sprang auf. Lennart Karl besorgte kurz darauf sogar noch das 3:2 – die kalte Dusche für Freiburg, die Ekstase für München.

Das perfekte feuer vor madrid

Das perfekte feuer vor madrid

Für Bischof war das kein Zufall. „Wir wären nicht Bayern, wenn wir nicht immer an uns glauben würden“, sagte er. Das Spiel sei das „perfekte Feuer“ vor dem Champions-League-Kracher bei Real Madrid am Dienstag. Paris, Leverkusen, Freiburg – alle drei Auftritte in Unterzahl, alle drei Male zurückgerudert, zweimal gewonnen, einmal remis. „Das schweißt uns brutal zusammen“, sagt er.

Real Madrids Generalprobe verlief übrigens anders. Die Königlichen verloren 1:2 in Mallorca. Bischof lacht nicht. „Die legen drei, vier Schippen drauf“, warnt er. Dann zieht er seine Jacke an und verschwindet im Flur. Zwei Tore, drei Punkte, ein Selbstvertrauen für Madrid. Manchmal reicht das.