Birnbacher packt künftig als trainer seine koffer: neuer weg für ex-weltcup-star

Schock in der Biathlonszene: Andreas Birnbacher, einst gefeierter Athlet und zuletzt erfolgreicher Jugendtrainer, zieht sich zur kommenden Saison vom Deutschen Skiverband (DSV) zurück. Die überraschende Entscheidung, die der 44-Jährige via Instagram verkündete, wirft Fragen auf – und eröffnet ihm gleichzeitig neue Perspektiven.

Ein abschied mit weitblick

„Das ist kein Abschied, sondern vielmehr ein Innehalten und Luft holen“, erklärte Birnbacher in seinem Post, der kurz nach der Vorstellung der neuen Bundestrainerin für die Damen, Sandra Flunger, veröffentlicht wurde. Die Spekulationen über die zukünftigen Trainerpositionen waren in den letzten Wochen ohnehin groß, doch Birnbachers Entscheidung kommt nun unerwartet. Dabei war er selbst als Kandidat für die Position des Cheftrainers der Damen in der Diskussion gewesen – eine Rolle, die nun die Österreicherin Flunger übernimmt.

Michael Rösch, Eurosport-Experte, hatte die Verpflichtung Birnbachers als „Sinn ergeben“ bezeichnet. Doch der achtfache Weltcupsieger hat andere Pläne. Er betont, dass er nach „vielen offenen und guten Gesprächen“ mit dem DSV bewusst gegen eine weitere Trainerlaufbahn entschieden hat. Die vergangenen zehn Jahre waren geprägt von „gemeinsamem Wachstum mit vielen Athleten und zahlreichen prägenden Momenten“, wie Birnbacher resümiert. Eine Mischung aus Erfolgen und Herausforderungen, die den Job so besonders machen.

Studium und neue horizonte

Studium und neue horizonte

Parallel zu seiner Tätigkeit als Trainer absolvierte Birnbacher ein Sport- und Diplomtrainerstudium. „Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, einen neuen Weg einzuschlagen, um bewusst eine Außenperspektive einzunehmen und neue Energie für meine Weiterentwicklung zu gewinnen“, so der Mixed-Staffel-Weltmeister von 2008. Das bedeutet nicht den kompletten Abschied vom DSV, wie er andeutet: „Dem Verband bleibe ich verbunden und werde weiterhin versuchen, Dinge mitzugestalten – wenn auch in einer neuen Rolle.“

Die Entscheidung war bereits seit geraumer Zeit getroffen und offen kommuniziert. Konkrete Details zu Birnbachers zukünftigen Plänen hält er jedoch noch unter Verschluss. Für den Moment freut er sich „sehr darauf, Neues auszuprobieren und neue Horizonte zu entdecken“ – ein Versprechen, das auf eine spannende Zukunft des ehemaligen Athleten hindeutet. Die Biathlonszene verliert einen erfahrenen Trainer, gewinnt aber einen Experten mit frischem Wind und neuen Ideen, der das Sportgeschehen weiterhin mitgestalten wird.