Bichsel schlägt zurück: dallas egalisiert gegen minnesota mit machtspiel

Lian Bichsel schriebt Playoff-Geschichte – und das nach einem Debakel. Nach dem 1:6-Desaster in Spiel eins knallten die Dallas Stars die Minnesota Wild mit 4:2 weg. Der 20-jährige Davoser Verteidiger stand 14:06 Minuten auf dem Eis, versenkte zwei Checks und ging als Plus-1-Spieler vom Eis. Die Serie steht nun 1:1, und plötzlich ist St. Paul in Aufruhr.

Wyatt johnston wird zur zündschnur

Schon nach 8:46 Minuten riss Johnston den American Airlines Center mit einem schnellen Handgelenkschuss aus dem Sitzhocker. Die Antwort folgte auf dem Fuß: Brock Faber glich für die Wild aus, doch Dallas ließ sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen. Matt Duchene – einst während des Lockouts für Ambri-Piotta aktiv – schraubte den Puck in der 33. Minute zum 2:1 ins Netz. Jason Robertson legte in der 48. Minute den vermeintlich entscheidenden 3:1-Treffer nach. Faber sorgte zwar noch für Spannung, doch Johnston netzte ins leere Tor – Serie verwandelt.

Pittsburgh und carolina liefern dramen

Pittsburgh und carolina liefern dramen

Während Dallas jubelt, schwitzt Superstar Sidney Crosby: Die Penguins verloren auch Heimspiel zwei gegen die Flyers und liegen mit 0:2 zurück. Die „Battle of Pennsylvania“ dront zu einem kurzen Krieg zu werden. In Ottawa kämpften Hurricanes und Senators über neunzig Minuten ohne Sieger. Jordan Martinook schoss Carolina in der 94. Minute zum 2:0-Serienvorsprung – die Overtime-Historie der Hurricanes gewinnt weitere Schweißperlen.

Für Bichsel ist der Ausgleich mehr als Statistik. Nach einer Saison mit nur zwölf NHL-Einsätzen beweist der Schweizer, dass er Playoff-Tempo nicht nur mithalten kann, sondern es mit physischer Präsenz prägt. Die Stars reisen nun mit Selbstvertrauen nach Minnesota – und der Ruf nach mehr Eiszeit für den jungen Verteidiger wird lauter. Die Wild haben 48 Stunden, um eine Antwort zu finden. Die Uhr tickt.