Biathlon-trainer-suche: rösch nennt überraschenden namen!
Die Suche nach einem neuen Bundestrainer für die deutschen Biathletinnen zieht sich weiter hin – und die Ungewissheit belastet die Athletinnen. Doch Ex-Nationalstar Michael Rösch hat im Gespräch mit Eurosport eine überraschende Empfehlung ausgesprochen, die im DSV-Team für Aufsehen sorgen könnte.

Birnbacher als lösung?
Nach dem Aus von Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland herrschte bereits seit einiger Zeit Rat bei den Verantwortlichen. Rösch, der selbst als Athlet eine bewegte Karriere mit Nationenwechsel hatte, plädiert nun für eine überraschende Lösung: „Andreas Birnbacher würde Sinn ergeben. Er hat bereits mit vielen jungen Athletinnen gearbeitet und kennt den Kader bestens.“ Dieser Vorschlag könnte die Suche erheblich beschleunigen, da Birnbacher aktuell den B-Kader betreut und somit bereits im DSV-System verankert ist.
Doch Rösch schränkt ein: „Das wäre eine deutsche Variante, aber vielleicht gibt es auch ganz andere Möglichkeiten.“ Der erfahrene Sportexperte betont, dass der DSV auch weiterhin offen für internationale Expertise sein sollte. Schließlich haben bereits frühere Engagements mit Trainern wie Uros Velepec und insbesondere mit Siegfried Mazet bei den Norwegern bewiesen, dass ausländische Impulse dem deutschen Biathlon neue Perspektiven eröffnen können.
Die Suche nach dem perfekten Kandidaten ist komplex. Nicht nur fachliche Kompetenz ist gefragt, sondern auch die Fähigkeit, als Mentor, Motivator und Vertrauensperson zu agieren. „Mir war es damals wichtig, dass dieses Vertrauen da ist. Das Fachliche war für mich gar nicht so entscheidend, der Trainer muss auch Mental-Trainer, Freund und so weiter sein.“
Rösch, der seine eigenen Erfahrungen im Ausland nutzte, um seinen Horizont zu erweitern, weiß, wie wichtig es ist, neue Impulse zu gewinnen. „Als ich dann selbst im Ausland unterwegs war und mich um viele Dinge selbst kümmern musste, konnte ich mit diesen Impulsen meinen Horizont erweitern“, so der ehemalige Staffel-Olympiasieger. Ob die Lösung nun aus Deutschland oder vom Ausland kommt, sei letztlich eine Frage der Philosophie – und der Chemie zum Team.
Bernd Eisenbichler, der neue Sportdirektor, wird eine Schlüsselrolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Rösch zeigt sich dennoch optimistisch: „In Zusammenarbeit mit Eisenbichler wird bis Mai eine Entscheidung getroffen werden. Die Kandidaten kennt er natürlich auch alle, und das ist wichtig.“ Die Fans dürfen gespannt sein, wer das Ruder bei den deutschen Biathletinnen übernimmt und die nächste Erfolgsära einläutet.
