Bezzecchi enthüllt: warum er lieber in rimini lebt als in monaco

Marco Bezzecchi, der unerwartete Shootingstar der MotoGP, ist nicht der typische Rennfahrer. Während seine Konkurrenten im Glamour von Monte Carlo leben würden, schätzt der Italiener die Einfachheit seines Zuhauses in der Nähe von Rimini. In einem exklusiven Interview offenbarte der MotoGp-Leader seine Vorlieben und gab Einblicke in sein überraschend bodenständiges Leben abseits der Rennstrecke.

Der ordnungsliebende im tricycle

Wer Marco Bezzecchi als den wilden Draufgänger auf der Rennstrecke kennt, der mag kaum glauben, dass er zu Hause ein Mann der Ordnung ist. „Ich ordne Socken an, falte Wäsche und räume den Keller auf“, gesteht er lachend. Und das alles, während sein Pitbull „Rubik“ – benannt nach dem berühmten Knobelspiel, das Bezzecchi in Rekordzeit löst – scheinbar finster umherstreift. Er träumt bereits davon, seinen Aprilia RS-GP 2025 in den Keller zu stellen, sobald er genügend Platz schafft.

Heimatsgefühl statt jetset-leben

Heimatsgefühl statt jetset-leben

Die Frage, warum er nicht in einer schicken Metropole oder an der Côte d’Azur wohnt, beantwortet Bezzecchi unmissverständlich: „Nein, da geht’s nicht. Viel zu schick für mich. Ich lebe hier, in der Nähe meiner Familie und Freunde. Die Rennen sind das Beste der Welt, aber ich freue mich jedes Mal darauf, wieder nach Hause zu kommen.“ Seine Entscheidung ist klar: Das familiäre Umfeld und die Nähe zu seinen Wurzeln sind ihm wichtiger als jeder Luxus.

Die werkstatt des vaters und die liebe zum basketball

Die werkstatt des vaters und die liebe zum basketball

Bevor er zum MotoGP-Star wurde, half Bezzecchi seinem Vater Vito in dessen Lastwagenwerkstatt. „Da habe ich ein paar Jahre gearbeitet, nachdem ich die Schule beendet hatte. Mein Vater wollte nicht, dass ich bis mittags schlafe“, erinnert er sich schmunzelnd. Auch wenn er dort den ein oder anderen handwerklichen Fauxpas beging, lernte er die Bedeutung harter Arbeit kennen und schätzen. Seine Leidenschaft für den Basketball und die zahlreichen Basketballkörbe in seinem Haus zeugen von weiteren Facetten seiner Persönlichkeit.

Ein basco mit jordan-appeal

Ein basco mit jordan-appeal

Ein besonderes Detail in Bezzecchis Schlafzimmer ist ein Porträt von ihm im Stil von Andy Warhols Marilyn-Monroe-Bild, allerdings aus Rubikwürfeln gefertigt. Ein weiterer Hingucker ist ein Basco mit dem Abbild von Michael Jordan. „Den trage ich erst, wenn ich sechs Weltmeistertitel habe“, grinst Bezzecchi selbstironisch. Er betont, dass der Gewinn der Weltmeisterschaft zwar ein großes Ziel ist, aber im Moment nicht seine Hauptmotivation.

Dominanz und rekorde

Dominanz und rekorde

Mit 121 aufeinanderfolgenden Runden an der Spitze und fünf Siegen in fünf Rennen hat Bezzecchi die MotoGP-Szene im Sturm erobert. „Ich habe erst bemerkt, als alle darüber geschrieben haben, dass es eine große Sache ist“, so der Italiener über seine beeindruckende Serie. Nach seinem Sieg in Austin sagte Jorge Martin, er würde „alles kopieren, was der Bez macht“. Bezzecchi kontert humorvoll: „Dann werde ich eine Mauer in der Box einziehen lassen.“

Die Pause in der MotoGP-Saison aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten empfindet er als suboptimal: „Es wäre besser gewesen, weiter zu fahren, besonders weil Katar eine großartige Strecke ist, die einem Angst macht.“ Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft und ist fest entschlossen, seine beeindruckende Form fortzusetzen.