Bezos wirft die 127-meter-galeone „koru“ raus – 30 millionen dollar jährlich nur fürs liegen

Jeff Bezos hat die Nase voll. Drei Jahre nach der Taufe steht seine 500-Millionen-Dollar-Galeone „Koru“ zum Verkauf, weil sie ihm buchstäblich zu groß geworden ist. 127 Meter Länge, 17 Meter Breite, 95 Meter hohe Masten – die Zahlen klingen nach Rekord, sind im Alltag aber ein Albtraum.

Monaco sagte nein, venedig auch

Beim Formel-1-Spektakel 2025 musste der Amazon-Gründer vor Monaco ankern, weil kein Hafen das Schiff fasst. Wenig später durfte „Koru“ selbst zur eigenen Hochzeit mit Lauren Sánchez nicht in die Lagune von Venedig einlaufen – zu viel Tiefgang, zu viel Windfang. Was nützt ein Megayacht, wenn es vor den glamourösen Bühnen kreuzen muss?

Die Betriebskosten sprengen jedes Budgetmodell. 30 Millionen Dollar pro Jahr nur für Crew, Wartung und Versicherung, schätzen Insider. Dazu kommt ein Hybridantrieb aus zwei Rolls-Royce-Motoren und zusätzlicher Segeltechnik, der pro Stunde 1.500 Liter Diesel verschlingt, wenn der Wind mal wieder links liegen bleibt.

Kein slip passt, keine brücke, kein billionär-nachbar

Kein slip passt, keine brücke, kein billionär-nachbar

Wer kauft ein Objekt, das schon Rotterdam in Aufruhr versetzte? 2022 rissen die Werftarbeiter von Oceanco das historische „De Hef“-Brückengestell ab, damit die Riesengaleone passieren konnte. Der Aufschrei ging durch ganz Holland – und nun sucht Bezos einen neuen Käufer, der sich auf 30 Millionen Folgekosten einlässt und trotzdem keine europäische Marina betreten darf.

Die Kandidatenliste ist kurz: Andrey Melnichenko besitzt bereits die größte Yacht der Welt, „A“. Der Rest der Milliarden-Klubs träumt lieber von eigenen Entwürfen. Bleibt die Frage, ob Bezos die 250-Quadratmeter-Eigner-Suite samt verstecktem Kino und der nackten Lauren-Figur auf der Bordwand als Bonus mitverkauft – oder ob er einfach nur abschreibt und weiterplant.

Die Moral der Geschichte: Größe siegt nur auf dem Papier. Auf dem Wasser zählt, ob man anlegt – und „Koru“ darf nirgendwo.