Betis träumt von istanbul: historischer einzug in die europa-league-viertelfinals!

Real Betis Sevilla steht vor einem historischen Kapitel. Nach Jahren des europäischen Niemandslandes bahnt sich unter der Leitung von Manuel Pellegrini ein Weg in die europäischen Eliten an. Der Pokalträumerei scheint keine Grenze gesetzt – das Team strebt nun einen Platz unter den letzten Vier der Europa League an.

Ein jahr nach dem conference league-finale gilt es, den nächsten schritt zu wagen

Ein jahr nach dem conference league-finale gilt es, den nächsten schritt zu wagen

Genau ein Jahr ist es her, dass Betis in der Conference League sensationell den Final erreichte. Jetzt, in der Europa League, wollen die Andalusier diesen Erfolg wiederholen. Der erste Hürde auf dem Weg dorthin ist der portugiesische Vertreter Sporting Braga. Die Mannschaft von Pellegrini zeigte in der Liga eine starke Leistung und setzte sich in der K.o.-Runde gegen Panathinaikos Athen in einem dramatischen Rückspiel durch.

Die Reise nach Portugal ist von besonderer Bedeutung. Rund 2.000 betisco-Fans begleiten die Mannschaft ins Estadio Municipal de Braga, eine einzigartige Arena, die in eine ehemalige Steinbrüche gebaut wurde und 2011 mit dem prestigeträchtigen Pritzker-Preis für Architektur ausgezeichnet wurde. Auch der Kapitän Isco Alarcón reist mit, obwohl er noch nicht spieltauglich ist, ein Zeichen der Bedeutung dieses Spiels.

Rotationen sind angesagt: Pellegrini wird voraussichtlich einige Stammkräfte schonen, um die Belastung der Spieler zu reduzieren. Spieler wie Marc Roca, Natan, Ricardo Rodríguez und Abde könnten in der Startelf stehen. Trotz der schwierigen Phase in der Liga, in der sechs Spiele in Folge ohne Sieg zu Buche schlugen, blickt Betis optimistisch nach Europa und will den Traum vom Titelverzicht nicht aufgeben. Ein gutes Ergebnis im Hinspiel ist dabei entscheidend, um die nächste Woche in Sevilla zu nutzen.

Auch Braga ist international erfahren und verfügt über eine Reihe spanischer Spieler, darunter der ehemalige Albacete-Stürmer Rodrigo Zalazar, der aufgrund einer Verletzung ausfällt. Zalazar, Sohn des legendären José Luis Zalazar, könnte ansonsten eine wichtige Rolle spielen. Der Druck liegt auf beiden Teams, aber Betis scheint mit der Situation umzugehen zu wissen und mit jeder Faser entschlossen, den Traum vom europäischen Titel zu verwirklichen.

Die Erinnerungen an frühere Erfolge in Portugal, insbesondere die zwei Siege gegen Vitória Guimarães, geben den Andalusiern Rückenwind. Das Hinspiel wird eine Zerreißprobe sein, aber die Fans können sich auf ein spannendes Duell freuen. Es bleibt abzuwarten, ob Betis den Schwung aus den letzten Europa-League-Spielen mitnehmen kann und den ersten Schritt in Richtung Istanbul macht.