Betis muss 40 millionen mit spielerverkäufen auftreiben – champions-league-traum treibt haushalt an
Real Betis Balompié steht vor dem größten Sommer-Feuerwerk seiner Geschichte. 203,76 Millionen Euro Budget für 2025/26 – beschlossen auf der Hauptversammlung im Dezember – klingt nach Riesenfest, ist aber ein Blankoscheck mit Verfallsdatum. 30 bis 40 Millionen müssen bis zum 30. Juni hereinkommen, sonst platzt die Rechnung. Und niemand im Benito-Villamarín redet mehr laut über die Einzelposten. Warum? Weil der Klub lieber verkauft als rechnet.
Como-quali löst versteckte bonus-clauses aus
Ein Anruf aus der Lombardei lieferte die erste Entlastung. Comos Sprung in die Champions League aktiviert Millionen-Boni in den Deals von Assane Diao und Jesús Rodríguez. Geld, das Betis zwar nicht sofort in die Kasse flattert, aber als erste Tilgung auf der Soll-Seite zählt. Die Sportdirektion hat die Liste bereits sortiert: wer weg kann, wer muss, wer nur für „crazy money“.
Den Anfang machen die Returner. Iker Losada kommt vom Levante-Leihgeschäft zurück, Guilherme von Valladolid – beide haben kein Autobahn-Ticket in die Startelf. Nobel Mendy kann Rayo Vallecano für 25 Einsätze plus 45 Minuten im Conference-League-Finale automatisch ablösen. Tut er’s nicht, sucht Betis einen neuen Abnehmer. Kleinvieh, aber drei, vier Millionen summieren sich schnell.

Altimira und deossa: die großen brocken
Wenn es richtig klingeln soll, muss einer der hochdekorierten Talente gehen. Sergi Altimira ist der Favorit. 21 Jahre, Sechser mit Ballon-Blick, deutsche und englische Klubs schon im Winter hinterher. Eine Ablöse jenseits der 15-Millionen-Marke wäre keine Fantasy. Auf der Wunschliste steht auch Nelson Deossa. Kolumbianischer Floss-, aber Flop-Transfer: 8 Millionen Ablöse vor einem Jahr, kaum Spielzeit, keine Anpassung. Verkauf unter Wert? Egal, wenn die Amortisation aufhört.
Die Könige sind nur für Königspreise zu haben: Natan, Abde, Cucho Hernández. Da muss ein Angebot kommen, das lauter ist als Pellegrinis Pressekonferenz – sonst bleibt die Kasse zu. Betis will nicht kleckern, sondern kalkulieren. Acht bis zehn Abgänge stehen im Raum, dazu fünf, sechs Neue. Der Plan: mit jungen Canteranos und zwei gestandenen Verstärkungen eine Champions-League-taugliche Rotation aufbauen.
Die Uhr tickt. Am 30. Juni schlägt Mitternacht – und wer dann noch keine Käufer gefunden hat, muss im Juli mit dem Etat jonglieren. Betis hat den Wunsch, die Champions League zu spielen. Jetzt muss der Markt die Realität liefern.
