Betis bangt um europa: pellegrini rätselt mit personalsorgen!
Sevilla – Die Stimmung im Betis-Lager ist angespannt. Manuel Pellegrini, der erfahrene Coach, steht vor einer schwierigen Aufgabe: Kann sein Team die jüngste Durststrecke von fünf sieglosen Spielen überwinden und den Kampf um die Europa-League-Qualifikation noch aufrechterhalten? Die Antwort wird am Samstag im Estadio de La Cartuja gegen Espanyol gegeben – ein Match, das mehr ist als nur drei Punkte.
Personalsorgen belasten das team
Die Vorbereitung auf das Spiel wird durch zahlreiche Ausfälle erschwert. Die Länderspiele der FIFA haben ihre Spuren hinterlassen, denn die internationalen Spieler trudeln erst jetzt zurück. Pellegrini äußerte sich besorgt: "Wir hoffen, dass morgen alle Mann an Bord sind, um zu sehen, wer spielbereit ist." Die Lage ist delikat, denn mit Ángel Ortiz und Lo Celso fehlen zwei wichtige Säulen der Mannschaft. Ortiz kämpft weiterhin mit den Folgen seiner Schulterverletzung, während Lo Celso seine Genesung noch nicht vollständig abgeschlossen hat. Der Coach betonte, dass Lo Celso zwar Fortschritte macht, aber erst wieder vollständig ins Mannschaftstraining integriert werden muss.
Ein weiterer Rätselstein ist die Situation um Natan. Der Verteidiger befindet sich derzeit in einer schwierigen persönlichen Lage. Pellegrini plant ein Gespräch mit ihm am heutigen Abend, um die Situation besser einschätzen zu können. "Es ist nicht ideal. Er durchlebt eine komplizierte persönliche und familiäre Phase. Wir werden sehen, ob er mental in der Lage ist, sich auf das Spiel zu konzentrieren, nachdem wir gesprochen haben."

Espanyol: ein gegner mit stolz
Trotz des schwierigen Saisonverlaufs warnt Pellegrini vor einer Unterschätzung des Gegners. "Der Fußball ist so beliebt, weil er unlogisch ist. Es gibt positive und negative Phasen. Espanyol hatte eine starke Hinrunde, aber eine schwierigere Rückrunde. Dennoch ist es ein sehr gutes Team mit guten Spielern und einer klaren Spielidee." Die Statistiken der vergangenen Spiele sind für Pellegrini nur ein Anhaltspunkt. "Jedes Spiel ist anders. Wenn wir Punkte holen wollen, müssen wir eine sehr gute Leistung abrufen."

Pablo garcía als hoffnungsträger
Ein Lichtblick in der aktuellen Situation ist Pablo García. Der junge Stürmer hat in seinen jüngsten Einsätzen für die Jugendnationalmannschaft seine Torinstinkt bewiesen. Pellegrini zeigte sich begeistert: "Ich freue mich sehr für ihn und dass er in der Nationalmannschaft getroffen hat. Er ist ein Spieler, der seit langem zum Kader des Profiteams gehört. Er hat Höhen und Tiefen, wie alle Spieler, und steht in Konkurrenz zu erfahrenen Kräften. Aber er arbeitet jeden Tag hart und ich bin sicher, dass er ein wichtiger Spieler für uns werden wird."
Die Rückkehr von Isco bleibt weiterhin ungewiss. Pellegrini verweist auf das medizinische Team: "Es ist eine langwierige Verletzung, die von der Entwicklung der Genesung abhängt. Es ist nicht wie bei einem Zerrung oder Muskelriss, wo man genau weiß, wie lange die Heilung dauert. Es handelt sich um einen Knorpelschaden, der unterschiedlich auf Belastungen reagiert." Ein konkretes Datum für sein Comeback kann derzeit nicht genannt werden.
Mit nur noch neun verbleibenden Spielen und 27 Punkten, die noch vergeben sind, ist die Bedeutung des Spiels gegen Espanyol immens. Pellegrini betonte: "Wir müssen jeden einzelnen Spieltag realistisch einschätzen. Ein Sieg gegen Espanyol nützt nichts, wenn wir die folgenden Spiele verlieren. Wir müssen wieder anfangen, konstant zu punkten, um unsere Position in der Tabelle zu verteidigen. Es ist ein Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten, aber es ist kein Endspiel. Es bleiben noch 24 Punkte übrig."
Die jüngsten Vorfälle von rassistischen Äußerungen im Stadion dürfen nicht vergessen werden. Pellegrini äußerte sich dazu zurückhaltend: "Das ist ein schwieriges Thema, über das ich keine fundierte Meinung abgeben kann. Die dafür zuständigen Stellen müssen handeln." Auch die Situation von Antony, der aufgrund seiner Pubalgie nicht mit Brasilien spielen konnte, wird von Pellegrini beobachtet. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit allen Spielern. Antony hat eine schwierige Phase durchgemacht, aber er wird weiter hart dafür kämpfen, wieder in Topform zu kommen."
Nachdem Pellegrini gestern Abend noch die Prozessionen der Semana Santa in Sevilla genoss, ist er nun voll auf den bevorstehenden Kampf konzentriert. Ein Fest der Tradition, das er seit sechs Jahren in Andalusien miterlebt, und das ihn daran erinnert, wie wichtig Leidenschaft und Hingabe sind – Werte, die er auch auf den Fußballplatz übertragen möchte. <Die nächste Woche wird entscheidend sein, um die Zukunft des Betis in Europa zu klären.
