Bernat schockt mit Bayern-Geständnis: "Scheißdreck"-Kritik von Hoeneß vergessen?

Ein rausschmiss-kommentar hallt nach

Ehemaliger FC bayern-Star Juan Bernat (32) blickt in einem Interview mit der spanischen Zeitung „as“ zurück auf seine Zeit in München. Überraschend: Trotz der harschen Kritik von Uli Hoeneß, der ihm nach dem Ausscheiden gegen Sevilla im Champions-League-Viertelfinale 2014/15 vorgeworfen hatte, einen „Scheißdreck“ gespielt zu haben, spricht er jetzt in höchsten Tönen von seinem Ex-Klub. Was steckt hinter dieser Wandlung?

Bayern als "deutsche institution"

Bayern als "deutsche institution"

Bernat bezeichnet den FC bayern als "eine echte deutsche Institution. Ein traditionsreicher Verein mit einer imposanten Struktur. bayern ist Fußballgeschichte." Die Worte des Spaniers wirken umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, wie turbulent sein Abschied verlief. Er scheint die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben und betont die positiven Aspekte seiner Zeit in München. War die Kritik von Hoeneß wirklich so hart, wie sie in Erinnerung geblieben ist?

Pep guardiolas prägende rolle

Ein entscheidender Faktor für Bernats Wechsel nach München war Pep Guardiola. "Ich hatte dort eine wundervolle Zeit, auch weil Pep mich unbedingt haben wollte“, so Bernat. Der Wunsch des Trainers war entscheidend, denn er betont: "Es ist für einen Spieler immer wichtig, nicht nur von einem Verein wie bayern verpflichtet zu werden, sondern auch auf Wunsch eines Trainers wie Pep dorthin zu kommen, der den größten Einfluss auf meine Karriere hatte." Die Bedeutung von Guardiola für Bernats Entwicklung wird also hervorgehoben.

Schnelle erfolge und anschließende abwanderung

Bernat kam im Sommer 2014 für eine Ablöse von zehn Millionen Euro vom FC Valencia. Seine erste Saison war beeindruckend: 49 Spiele, davon 44 in der Startelf. Doch nach Guardiolas Abgang 2016 veränderte sich seine Rolle. Seine Einsatzzeiten reduzierten sich drastisch: 25 Spiele in der Saison 2016/17 und nur noch 12 in der Saison 2017/18. Das führte schließlich zu seinem Wechsel nach Paris Saint-Germain für fünf Millionen Euro.

Lob für xabi alonso – und eine überraschende prognose

Bernat hat auch warme Worte für seinen ehemaligen Teamkollegen Xabi Alonso übrig. "Man konnte schon sehen, dass er das Zeug zum Trainer hatte. Aus dem Mittelfeld heraus hatte er alles im Griff." Er erinnert sich daran, wie Alonso regelmäßig mit Guardiola über taktische Details diskutierte. Die Einschätzung, dass Alonso bereits damals als Spieler das Potenzial für eine erfolgreiche Trainerkarriere hatte, ist bemerkenswert, vor allem angesichts seines aktuellen Erfolges.

Comeback im visier – und ein ehrgeiziges ziel

Aktuell ist Bernat vereinslos, doch er bereitet sich auf ein Comeback vor. Sein Ziel: "Ich möchte in Spanien spielen, obwohl ich auch für ein reizvolles Angebot aus dem Ausland offen bin.“ Mit 32 Jahren fühlt er sich fit und energiegeladen und träumt von einer Karriere bis zum 40. Lebensjahr. Ein ambitioniertes Ziel, das seinen unermüdlichen Willen und seine Leidenschaft für den Fußball unterstreicht. Kann er sein Ziel erreichen?