Berlin schlägt zurück: alba und nba bauen mega-arena für 15.000 fans

Berlin wird zur Basketball-Hauptstadt Europas. Alba Berlin und die NBA planen eine 15.000-Zuschauer-Arena in Adlershof – ein Schlag gegen München, London und Paris. Der erste Spatenstich könnte noch 2026 fallen, die Europaliga startet 2027.

Die Nachricht knallt am Mittwochmorgen durch die Hauptstadt. Nach Jahren der Mietfrust in der Uber Arena, nach endlosen Termin-Staus in der Max-Schmeling-Halle schickt Alba Berlin jetzt ein Signal: Wir bauen uns unsere eigene Festung. Direkt neben der S-Bahn, auf dem brachliegenden Gelände zwischen Adlershof und Johannisthal, entsteht eine Multifunktionshalle mit Trainingszentrum und Nachwuchs-Campus. Der Senat hat das Projekt laut Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) schon grünes Licht gegeben, das Grundstück steht.

Der deal, der den europäischen basketball umkrempelt

Alba-Geschäftsführer Marco Baldi präsentiert am Freitag im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses die Machbarkeitsstudie. Dahinter steckt mehr als ein neues Dach. Die NBA will mit einer eigenen Europaliga 2027 starten, Berlin ist Top-Kandidat für eines der Gründungs-Franchises. Die Liga würde nicht nur Spieler, sondern ganze Geschäftsmodelle importieren: US-Kolosseum-Atmosphäre, VIP-Logen à la Madison Square Garden, Streaming-Rechte in Milliardenhöhe.

Die Finanzierung bleibt offen. Dreistellige Millionensumme steht im Raum, doch die Quelle ist kein Berliner Haushaltstitel. Gespräche laufen mit amerikanischen Banken und Private-Equity-Fonds, die das Projekt als Eintrittskarte in den europäischen Sportmarkt sehen. Ein interner Insider spricht von „Risikokapital mit NBA-Siegel“. Für Alba wäre es die Rettung aus der Mietfalle: aktuell zahlt der Verein in der Uber Arena horrende Pacht, bei nur 5.800 Sitzplätzen und selten ausverkauften Häusern.

Adlershof wird zum basketball-campus

Adlershof wird zum basketball-campus

Neben der Arena entsteht ein komplettes Revier: Trainingshalle für Profis und Jugend, Büros, Fan-Shop, Eventflächen. Die kleine Halle in der Schützenstraße, in der heute noch die Talente dribbeln, wird abgelöst. Der Wissenschaftsstandort Adlershof bekommt damit ein neues Aushängeschild – und Berlin einen zweiten, nach dem Mercedes-Benz-Arena-Komplex am Ostbahnhof.

Die Uhr tickt. Die NBA will 2027 durchstarten, die Bauarbeiten müssten spätestens 2026 beginnen. München wirbt parallel um einen eigenen Slot, Paris und London auch. Doch Berlin hat zwei Trumpfe: den Kooperationsvertrag mit der NBA und ein Grundstück in Landesbesitz. Wer zuerst spatensticht, besetzt das Spielfeld.

Die Fans reagieren euphorisch. Auf Social Media kursieren Mock-Ups mit einem schwarz-gelben „Alba Dome“, in dem 15.000 Anhänger zu Meerengeläut und Light-Show die Gegner erdrücken. Realistisch wird das Ganze erst, wenn die letzte Unterschrift trocken ist. Doch die Richtung ist klar: Berlin will nicht mehr nur Gastgeber sein, sondern Mitspieler im globalen Basketball-Geschäft. Die nächste Saison könnte die letzte in der alten Halle sein – danach geht’s nach Adlershof, wo die Zukunft bereits den Korb montiert.