Berlin brennt: füchse jagen barça-kopf von dika mem

Köln, 18 Uhr. 60 Minuten Handball pur, und die Füchse Berlin könnten Geschichte schreiben. Nach dem 40:35-Feuerwerk gegen Magdeburg steht das Finale der Champions League an – gegen Rekordsieger FC Barcelona, Rekordkulisse in der Lanxess Arena, Rekordspannung im Kopf jedes Akteurs.

Rekord vs. revanche – das duell der füchse

Ein Jahr nach dem verpatzten Endspiel von Köln 2023 ist die Revanche perfekt, doch der letzte Brocken ist der größte: Barça hat die Trophäe zehn Mal geholt, Berlin noch nie. Die Frage ist nicht, ob die Füchse hungrig sind – die Frage ist, ob sie hungrig genug sind, um den Giganten zu Fall zu bringen.

Trainer Jaron Siewert schickt seine Mannschaft mit der gleichen Marschrichtung wie gestern Abend aufs Feld: frühes Pressing, temporeiches Umschaltspiel und die unbändige Laufpower von Mathias Gidsel. Der Welthandballer traf neun Mal gegen Magdeburg. Heute Abend trifft er auf seinen zukünftigen Teamkollegen – und heutigen Gegenspieler – Dika Mem.

Dika mem: das eigengewächs, das barça trägt

Dika mem: das eigengewächs, das barça trägt

Der Franzose, 2027 offiziell Fuchs, heute noch Barça-Kapitän, lachte gestern Abend in der Mixed Zone: „Ich will zwei Mal Champions-League-Sieger werden – dieses und nächstes Jahr mit Barcelona. Was danach kommt, liegt in weiter Ferne.“ Klingt locker. Gemeint ist es todernst. Denn Mem weiß: Erfolg bei Barça vergoldet seinen Marktwert – und schärft seine Fangzähne für Berlin.

Die Zahl, die alle reden lässt: Mem warf in dieser K.-o.-Phase 27 Tore, führt die Torjägerliste an. Gidsel steht bei 25. Eine Differenz von zwei Treffern – bei einem möglichen Endstand von eins. Kleine Zahlen, große Wirkung.

So siehst du das finale live und kostenlos

So siehst du das finale live und kostenlos

Keine Paywall, keine Geheimtipps. Das Finale läuft heute Abend live und frei empfangbar auf DF1, Anpfiff 18:00 Uhr. Wer unterwegs ist, streamt über die kostenlosen Web-Version von Dyn oder nutzt den Liveticker von SPORTBILD. Parallel übertragen auch DAZN und Dyn (beide kostenpflichtig). Das Spiel um Platz drei zwischen Magdeburg und Aalborg startet bereits um 15:00 Uhr – ebenfalls auf DF1.

Die letzte hürde – und warum sie nicht höher ist als gedacht

Die letzte hürde – und warum sie nicht höher ist als gedacht

Barça ist Favorit, klar. Aber der Druck liegt auf katalanischen Schultern. Die Füchse haben nichts zu verlieren, nur alles zu gewinnen. Und sie haben Gidsel, der in den letzten beiden Finalspielen 18 Mal traf. Sie haben Christoph Steinert, der mit sieben Toren gestern den Magdeburger Abwehrriegel sprengte. Und sie haben die Erkenntnis, dass Revanche nur der Anfang war – Krönung ist das Ziel.

Um 19:45 Uhr wissen wir, ob Berlin erstmals den „Henkelpott“ hebt. Oder ob Barça seine eiserne Tradition wahrt. Eines steht fest: Wer heute Abend nicht vor dem Bildschirm sitzt, verpasst Handball-Geschichte – live und in Farbe.