Bergischer hc: pokal-finale trotz niederlage ein triumph!
Der Bergische HC hat zwar die Final Four des DHB-Pokals mit einer 33:42-Niederlage gegen die Füchse Berlin verloren, doch die Enttäuschung steht den Spielern nach dem historischen Erfolg in den Hintergrund. Ein Wochenende, das Johannes Wasielewski und sein Team für die Ewigkeit in Erinnerung behalten werden.

Die ersten stunden in köln: ein schlüsselmoment
Johannes Wasielewski blickt zurück auf die ersten Momente in der Domstadt: „Wir sind mit Euphorie in Köln angekommen und haben die großen Namen des deutschen Handballsports gesehen. Gisli Kristjansson, Omar Ingi Magnusson – da saßen wir als kleine Buben da und fühlten uns erstmal überwältigt.“ Doch genau in diesem Moment, so Wasielewski, sei ein Entschluss gefasst worden: „Wir fighten ohne Ende im Halbfinale gegen Magdeburg und schaffen die Sensation.“
Die Sensation gelang tatsächlich. Der BHC, der erst zum zweiten Mal seit 2016 überhaupt eine Final Four erreichte, bezwang in einem dramatischen Halbfinale den Pokalverteidiger und zeigte damit, dass man mit Leidenschaft und Engagement auch die vermeintlich größeren Gegner schlagen kann.
Ein Adrenalinstoß, der bis in die Nacht ging
Die Freude über den Einzug ins Finale war immens, doch der Wettbewerbsmodus mit zwei Spielen in so kurzer Folge forderte seinen Tribut. „Wir haben uns riesig gefreut, die Euphorie war riesig. Aber dann mussten wir uns wieder runterregulieren, um einen frischen Kopf für das Finale zu haben. Regeneration war nicht möglich – ich war erst um 3 Uhr nachts im Bett, weil ich so voller Adrenalin war“, offenbart Wasielewski.
Hier zeigte sich ein klarer Vorteil für die Berliner, die mehr Erfahrung im Umgang mit solchen Situationen mitbringen. „Berlin konnte besser abschalten. Sie waren einfach abgebrühter“, räumt Wasielewski ein. Doch trotz der Niederlage und der fehlenden Nachtruhe blickt der Rückraumschütze positiv auf das Turnier zurück: „Die Fans im Rücken, diese Atmosphäre im DHB-Pokal – das war ein einmaliges Erlebnis. Mit einer Silbermedaille nach Hause zu gehen, das hätten wir uns nicht erträumen können.“
Stolz und Fokus auf den Klassenerhalt
„Wir sind unfassbar stolz“, betont Wasielewski. „Für den Verein, die Region – für Solingen, Remscheid, Wuppertal und das gesamte Bergische Land. Für die Fans, für unsere Familien. Wir haben bewiesen, dass wir es können.“
Die Final Four in Köln ist zwar vorbei, doch die Saison geht weiter. In knapp einer Woche beginnt für den BHC der entscheidende Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga. Wasielewski ist überzeugt, dass das Pokalfinale einen „emotionalen Push“ im Abstiegskampf geben wird: „Es werden wahrscheinlich mehr Fans kommen, die uns und diese Leidenschaft auf dem Feld sehen wollen.“
Die Devise ist klar: „Zwei Tage abschalten, dann voll Fokus auf Wetzlar und alles reinhauen“, sagt Wasielewski. Denn eins ist für den Rückraumschütze unumstritten: „Wir brauchen die Punkte. Der Klassenerhalt ist unser oberstes Ziel in dieser Saison – der DHB-Pokal war ein wunderschöner Bonus.“
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