Bensebaini dreht spät den spieß: dortmund ringt hsv mit drei elfern nieder
Der Hamburger SV jubelte schon, dann trat Ramy Bensebaini zweimal vom Punkt aufs Gas. Der BVB kam von 0:2 zurück, schob sich auf Rang zwei und schickt den HSV mit leeren Händen nach Hause.

Drama bis zur letzten minute: nmecha patzt, bensebaini trifft
Felix Nmecha wird diesen Abend nicht vergessen. Erst zerstörte er mit zwei Ballverlusten die Vorarbeit seiner Kollegen, dann schoss er einen Elfmeter an die Nordkurve. Der 25-Jährige stand mit zitternden Knien da, während Bensebaini kaltblütig die nächsten beiden Strafstöße versenkte – und damit das Spiel kippte.
Der Algerier blieb eiskalt. Sein erster Treffer fiel in der 73. Minute, als Mikelbrencis Beier zu Fall brachte. Zehn Minuten später blockierte Muheim einen Schuss mit dem Arm – wieder Jöllenbeck, wieder Bensebaini, wieder 3:2. Der HSV, der durch Otele und Lokonga früh für klare Verhältnisse gesorgt hatte, rutschte auf dem Rasen auseinander.
Die Zahlen sprechen für den BVB: 13 Elfmeter hat Bensebaini als Profi geschossen, 13 traf er. Kein Torhüter konnte ihn stoppen, kein VAR half. Die Schwarz-Gelben bauen den Vorsprung auf den FC Bayern weiter aus, jetzt neun Punkte, mit einem Spiel weniger. Der HSV bleibt bei seifigem Abstand zur Abstiegszone, doch die Moral ist intakt – sie haben gezeigt, dass sie auch in Dortmund mithalten können.
Am 4. April geht es für den BVB nach Stuttgart, für den HSV gegen Augsburg. Beide Teams wissen: Die Saison ist noch lang, aber diese Nacht gehört ganz Dortmund – und ganz Bensebaini.
