Bengals-saison 2025: hohe erwartungen, bittere enttäuschung
Bengals-saison 2025: hohe erwartungen, bittere enttäuschung
Mit einem Quarterback vom Kaliber eines Joe Burrow gehen die Erwartungen natürlich in die Höhe. Die Cincinnati Bengals starteten mit klaren Ambitionen in die Saison 2025, doch am Ende stand eine Bilanz, die weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb. Die Saison war geprägt von Verletzungen, einer schwachen Defensive und am Ende fehlender Konstanz.
Die ausgangslage vor der saison
Trotz des knapp verpassten Playoff-Einzugs 2024 gab es ausreichend Gründe für Optimismus. Ja’Marr Chase zeigte eine herausragende Leistung, Trey Hendrickson führte die Liga in Sacks an und Burrow selbst spielte auf absolutem MVP-Level. Das Ziel für 2025 war klar: Offensiv das hohe Niveau halten, defensiv unter dem neuen Defensive Coordinator Al Golden stabiler werden – und wieder ernsthaft um den Titel mitspielen.

Der saisonverlauf: ein gebrochenes jahr
Die Bengals starteten überraschend stark mit zwei Siegen in den ersten zwei Spielen. Doch der zweite Sieg gegen die Jacksonville Jaguars hatte einen hohen Preis: Joe Burrow erlitt eine Fußverletzung und fiel bis Woche 13 aus. In seiner Abwesenheit versuchten Jake Browning und Joe Flacco, das Ruder herumzureißen, doch der Ausfall des Franchise-Quarterbacks war nicht zu kompensieren.

Burrows rückkehr und das verpasste ziel
Als Burrow in Woche 13 zurückkehrte, war die Lage bereits ernst. Das Team stand bei einer Bilanz von 4-8 und die Playoffs waren in weiter Ferne. Obwohl sich die Offensive mit Burrow stabilisierte, reichte es am Ende nur zu einer Bilanz von 6-11. Besonders frustrierend war, dass Burrow öffentlich seinen Spaß am Spiel vermisste, was Spekulationen über seine Zukunft in Cincinnati befeuerte.

Die schwachstelle: die defensive
Die größte Schwachstelle der Bengals war eindeutig die Defensive. Sie erlaubte ligaweit die meisten Yards pro Spielzug und war die drittschlechteste Scoring Defense der NFL. Nur die New York Jets und die Dallas Cowboys ließen im Schnitt mehr Punkte zu. Die geringe Anzahl an Tackles for Loss und Sacks unterstrich die Ineffektivität der Defensive zusätzlich.

Lichtblicke in einer dunklen saison
Trotz der Enttäuschung gab es auch positive Aspekte. Mit Burrows Rückkehr zeigte die Offensive zumindest phasenweise ihr Potenzial. Ja’Marr Chase beendete die Saison mit 1412 Receiving Yards und bewies erneut seine Klasse. Die Offensive zeigte, dass sie auf hohem Niveau spielen kann, wenn Burrow gesund ist.

Die note für die saison
Die Note für die Saison fällt mit einer 4 aus. Man hätte auch schlechter bewerten können, aber der Ausfall von Burrow für den Großteil der Saison muss berücksichtigt werden. Dennoch ist es nicht das erste Mal, dass Burrow verletzt fehlt und die Defensive zu den schwächsten Einheiten der Liga zählt. Um die Prime von Burrow, Chase und Higgins nicht zu verspielen, ist Konstanz unerlässlich. Die Bengals müssen regelmäßig in den Playoffs vertreten sein, um eine realistische Chance auf den Super Bowl zu haben.

Ausblick auf die offseason 2026
Die Marschroute für die Offseason ist klar: Die Defensive verbessern und Burrow besser schützen. Die Bengals müssen in die Defensive investieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Burrow gesund bleibt. Nur so können sie wieder zu den Top-Teams der AFC gehören und den Traum vom Super Bowl am Leben erhalten.
