Bellingham auf der bank: war das ein fehler?

Madrid bangte um die Champions League! Im Bernabéu saß Jude Bellingham gestern Abend unerwartet auf der Bank, während Trainer Arbeloa vorab noch von dessen Wichtigkeit und möglichen Einsatzminuten schwärmte. Ein Patzer, der sich nun bitter anfühlt, denn ohne den englischen Superstar wirkte das Real Madrid-Mittelfeld deutlich blasser.

Thiago und valverde: keine glanzleistungen im schlüsselspiel

Thiago und valverde: keine glanzleistungen im schlüsselspiel

Die Aufstellung von Thiago Alcántara und Federico Valverde war angesichts der Umstände fragwürdig. Thiago fand selten seinen Rhythmus, während Valverde an diesem Abend weit entfernt von seinen gewohnten Top-Leistungen blieb. Güler zeigte zumindest Ansätze, wurde aber letztlich von der starken deutschen Defensive überrannt. Die fehlende Dynamik und Kreativität im Zentrum waren offensichtlich.

Bellinghams Einwechslung in der zweiten Halbzeit brachte dann frischen Wind, doch die Wende konnte Real Madrid nicht mehr vollziehen. Der Youngster zeigte mit einem präzisen Pass auf Mbappé, was für ein Potential in ihm steckt. Er brach mit seiner Schnelligkeit und Übersicht das Spiel auf und fand die Angreifer besser. Ein klarer Beweis dafür, dass er gegen Bayern München von Beginn an in der Startelf stehen sollte.

Die Entscheidung von Arbeloa, Bellingham zunächst auf der Bank zu lassen, wirkt im Nachhinein wenig nachvollziehbar. Zwar wurde argumentiert, dass der Engländer nach seiner Verletzung noch nicht bei voller Fitness sei, doch die Leistung der Startelf ließ Zweifel aufkommen. Die Rückkehr nach München wird eine Zitterpartie, aber mit Bellingham im Zentrum wächst die Hoffnung auf ein Wunder. Militao, ebenfalls von der Bank kommend, könnte ebenfalls eine größere Rolle spielen, um die Abwehr gegen den Münchner Angriff zu stabilisieren. Und Mendy, der sich im Training gut präsentierte, könnte im defensiven Mittelfeld für frische Energie sorgen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während Bellingham auf dem Platz war, fand das Spiel einen anderen Gang. Die Passgenauigkeit stieg, die Ballbesitzquote erhöhte sich und die Gefahr im gegnerischen Strafraum nahm zu. Ein Fakt, der für einen Startelfeinsatz im Rückspiel spricht. Real Madrid braucht Bellingham, um in München bestehen zu können. Die Frage ist, ob Arbeloa seinen Fehler eingestehen und den jungen Engländer von Anfang an ins Spiel einwerfen wird.