Becker beendet trainerkarriere: 'zeit für neue wege'
Die Tenniswelt ist überrascht: Boris Becker, die deutsche Tennislegende, hat in einer Medienrunde im Rahmen der Laureus World Sports Awards seine Entscheidung verkündet, seine Karriere als Trainer endgültig zu beenden. Nach einer glanzvollen Ära, die sechs Grand-Slam-Titel mit Novak Djokovic einschloss, wählt Becker einen radikalen Neuanfang.

Konzentration auf das expertenleben
Der 58-Jährige gab an, dass ihm in der Vergangenheit zahlreiche Angebote für Trainerpositionen gemacht wurden – „Ich möchte keine Namen nennen, aber es waren viele“, so Becker – doch er habe diese alle abgelehnt. Stattdessen möchte sich der sechsfache Grand-Slam-Champion nun voll und ganz auf seine Arbeit im Medienbereich konzentrieren. „Das ist schlichtweg nicht zu vereinbaren, wenn ich wieder in Vollzeit als Coach tätig wäre“, erklärte er.
Becker’s Zusammenarbeit mit Novak Djokovic, die von 2013 bis 2016 dauerte, war geprägt von außergewöhnlichem Erfolg. Das Duo dominierte das Tennisgeschehen und sicherte sich sechs Grand-Slam-Titel. Auch seine kürzliche Tätigkeit als Trainer von Holger Rune von Oktober 2023 bis Februar 2024 ist nun beendet.
Familie und neue berufliche Visionen spielen eine zunehmend wichtigere Rolle im Leben des ehemaligen Weltranglistenführers. „Ich habe Familienzuwachs bekommen, das nimmt viel Zeit in Anspruch, und ich habe einfach andere berufliche Ideen für mein Leben.“ Dieser Schritt markiert das Ende einer Ära im Tennis, aber auch den Beginn eines neuen Kapitels für Becker.
Obwohl Becker seine Trainerlaufbahn beendet hat, schließt er eine beratende Rolle nicht kategorisch aus. „Ich stehe immer offen für Telefonanrufe, wenn mich jemand von den Jungs anruft“, betonte er. Er werde weiterhin seine Expertise teilen, jedoch diskret und ohne Rückkehr auf den Trainingsplatz. Es ist eine elegante Abkehr von der aktiven Rolle, die es Becker ermöglicht, seine Erfahrungen weiterzugeben, ohne dabei seinen Fokus zu verlieren.
Becker blickt zurück auf eine Karriere voller Triumphe und Herausforderungen, und seine Entscheidung, sich neuen Wegen zu öffnen, ist ein Beweis für seine Anpassungsfähigkeit und seinen Mut. Die Tenniswelt wird ihn als Trainer vermissen, aber seine Expertise und sein Charisma werden zweifellos weiterhin die Sportberichterstattung bereichern. Besonders spannend wird es sein, ihn als Experten bei den French Open 2026 zu erleben, wo er ab dem 24. Mai für Eurosport im Einsatz sein wird.
