Bayern-bosse zögern: ist gordon wirklich das geld wert?
München bangt. Während die Transfermarkt-Karussells in Europas Top-Ligen Drehungen vollführen, ringen die Verantwortlichen des FC Bayern mit einer Frage: Ist Anthony Gordon von Newcastle United wirklich die Investition wert, die jetzt gefordert wird? Ein Transfer, der intern nicht unumstritten ist, obwohl die Sehnsucht nach Kaderfrische groß ist.
Die 80 millionen-frage und interne zweifel
Die Bayern haben sich intensiv um den 25-jährigen Linksaußen aus England bemüht und bereits ein Angebot unterbreitet, so Sky Sports. Doch die geforderte Ablösesumme von über 80 Millionen Euro stoppt viele in München die Luft. Ein Betrag, der in der Säbener Straße derzeit als unvorstellbar gilt.
Aber es ist nicht nur der Preis, der die Gemüter erhitzt. Auch sportlich gibt es Fragezeichen. Während Gordon zweifellos Talent besitzt, herrscht an der Isar Uneinigkeit darüber, ob er die hohe Summe rechtfertigt. SPORT1-Informationen zufolge gibt es Stimmen, die den Sinn einer Verpflichtung in Frage stellen. Er soll primär als Backup für Luis Díaz vorgesehen sein – eine Rolle, die den Engländer kaum motivieren dürfte.
Die Argumentation der Skeptiker ist nachvollziehbar: Díaz spielt auf höchstem Niveau und benötigt keinen Druck durch einen teuren Konkurrenten. Zudem ist der Kolumbianer ein Leistungsträger, der zudem selten verletzt ausfällt. Das macht die Notwendigkeit, ihn zu entlasten, fraglich.

Laimer im fokus: hoeneß erhöht den druck
Hinter den Kulissen scheint ein anderes Puzzleteil Priorität zu haben: die Suche nach einem neuen Außenverteidiger. Alphonso Davies' Verletzungsanfälligkeit und Konrad Laimers wachsende Gehaltsforderungen haben die Notwendigkeit einer Verstärkung in dieser Position deutlich gemacht. Eberl hatte bereits am Wochenende deutlich gemacht, dass ein Abschied des Österreichers nicht ausgeschlossen ist – entweder im Sommer oder ablösefrei im Jahr 2027.
Uli Hoeneß schaltete nun ebenfalls ein und erhöhte den Druck auf Laimer. „Konny ist ein Spieler, den ich sehr schätze“, erklärte der Ehrenpräsident bei DAZN. „Aber er ist eben nicht Maradona.“ Hoeneß betonte, dass Spieler mit Laimers Gehaltsvorstellungen Grenzen akzeptieren müssen. Seine Worte lassen keinen Zweifel daran: Der Verein ist nicht bereit, unbegrenzte finanzielle Zugeständnisse zu machen.
Die Entscheidung wird in München wohl nicht einfach. Während die Verantwortlichen um Gordon ringen, ist klar, dass die Situation um Laimer eine ebenso dringende Lösung erfordert. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Bayern-Bosse einen Kompromiss finden oder ob ein teurer Gordon-Transfer tatsächlich vor einer Verpflichtung eines neuen Außenverteidigers zurücksteht.
