Bayern zehn punkte vor dem bvb – die meister-kalender steht fest

Der FC Bayern kann die Schampus-Kisten schon kaltstellen. Nach 27 Spielen liegt der Rekordmeister neun Punkte vor dem ärgsten Verfolger aus Dortmund, das Torverhältnis liest sich wie ein Makulatur-Gutachten: +72 zu +30. Die Frage ist nicht mehr, ob die Salbe auf dem Oktoberfest erneut ausgeschenkt wird, sondern wann der 12. Titel innerhalb der letzten 13 Jahre fix ist.

Die termine, an denen bayern meister werden kann

Die DFL hat den Restkalender veröffentlicht – und die Münchner haben vier Joker im Ärmel. Schon am 31. Spieltag (25. April, 15.30 Uhr in Mainz) reicht ein Sieg, sollte Dortmund zwei Tage zuvor in der Hauptstadt patzen. Die Wahrscheinlichkeit steigt zur 32. Runde (2. Mai, 15.30 Uhr gegen Heidenheim): Ein Dreier und gleichzeitig ein Fehltritt des BVB in Gladbach würden die Korken knallen lassen.

Die 33. Runde (9. Mai, 18.30 Uhr in Wolfsburg) ist die emotionale Zielgerade. Selbst bei einem Remis wäre die Meisterschaft so gut wie sicher, weil Bayern dann maximal noch einen Punkt aus dem letzten Heimspiel (16. Mai, 15.30 Uhr gegen Köln) bräuchte. Die 34. Runde als großes Finale? Nur theoretisch – in der Praxis dürfte die Liga-Spielzeit schon vor dem Schlusspfiff beendet sein.

Warum dortmund nur noch rechnerisch mitredet

Warum dortmund nur noch rechnerisch mitredet

Die Tordifferenz ist das eine, die Moral das andere. Der BVB verliert in der Schlussphase regelmäßig den Faden: vier Niederlagen in den letzten sieben Spielen, dazu ein torloser Sturm, der seit Februar nur noch per Standard zündet. Trainer Edin Terzić spricht von „Mini-Schritten“, doch die Realität heißt Ausverkauf: Guerreiro schon weg, Can mit Knie-Problemen, Adeyemi auf dem Zettel von Manchester United. Die Luft ist raus, die Punkte weg.

Bei Bayern dagegen wirkt Vincent Kompany wie ein Ingenieur, der sein System auf Autopilot geschaltet hat. Musiala dribbelt wie auf Schienen, Kane trifft aus jeder Lücke, Neuer hält den Kasten sauber wie ein Schweizer Uhrwerk. Die Mannschaft ist so tief, dass sogar der zweite Block im Training den BVB schlagen würde.

Der countdown beginnt jetzt

Die Fans planen schon die Rosenmontage zur Siegerehrung, die Stadt München sichert Extra-Züge für den 16. Mai. Die Polizei bereitet sich auf Marienplatz vor, die Biergärten rüsten Zelte hoch. Für Dortmund bleibt nur der Trost der Champions-League-Quali, für den Rest der Liga die Erkenntnis: Die Bayern-Dynastie ist kein Zyklus mehr, sie ist Dauerbrenner. Wenn am 16. Mai um 17.05 Uhr der Schlusspfiff ertönt, dürfte der Klub die Meisterschale schon wieder in der Hand halten – und die Liga schaltet in den Dauerschock. Die Devise lautet: Weiterträumen erlaubt, Aufwachen bitter.