Bayern stolpert erneut: k.o.-traum der euroleague fast geplatzt

Die Bayern-Basketballer taumeln der Endrunde entgegen. Nach dem 71:78 in Kaunas droht das Aus – und das mit nur noch fünf Spielen auf der Uhr.

29 Punkte im dritten viertel kosten die münchner den kopf

29 Punkte im dritten viertel kosten die münchner den kopf

Litauen, 22:53 Uhr Ortszeit. Der SAP Garden ist 1.400 Kilometer entfernt, aber die Niederlage schmerzt trotzdem. Oscar da Silva traf zwölf Mal, doch seine Würfe prallten an einer Mauer ab. Zalgiris drehte auf, die Münchner fanden keine Antwort. 38:34 zur Halbzeit, 50:63 nach 30 Minuten – die Wende war programmiert.

Ohne Svetislav Pesic saß Co-Trainer Emir Mutapcic auf der Bank, schrie Anweisungen, sah aber, wie sich die Defense löste. Sylvain Francisco, einst selbst Bayern-Profi, nagelte 14 Punkte gegen seinen Ex-Club. Maodo Lo, gerade vom Verletztenservice zurück, brachte in fünf Minuten einen einzigen Punkt – symbolisch für eine Nacht, in der nichts zusammenlief.

Die Zahren sind gnadenlos: 20 Niederlagen nach 33 Spielen, Platz 15 von 18. Die Play-off-Linie liegt bei 16 Siegen, die Bayern stehen bei 13. Das Restprogramm? Gegen Lyon, Madrid, Barcelona – keine Geschenke. Die Rechnung ist simpel: selbst bei einer perfekten Schlussphase reicht es höchstens für ein theoretisches Wunder.

Donnerstag um 20.30 Uhr empfangen die Münchener ASVEL im SAP Garden. Die Halle wird wieder glühen, doch die Luft wird dünner. Ein Sieg wäre nicht mehr als ein Strohhalm – aber immer noch besser, als gleich abzusinken.