Bayern münchen stolpert erneut – euroleague-träume platzen in kaunas

Die Enttäuschung war greifbar. Mit 71:78 kassierte Bayern München in Kaunas die dritte Pleite in Serie und verabschiedete sich endgültig aus dem Rennen um die Play-offs der EuroLeague. Oscar da Silva war mit zwölf Punkten bester Münchner, doch seine Treffer reichten nicht, um die 20. Niederlage im 33. Spieltag zu verhindern. Der Traum vom Einzug in die K.o.-Runde lebt nur noch rechnerisch – Realismus sieht anders aus.

29 Punkte im dritten viertel – da brach alles auseinander

Co-Trainer Emir Mutapcic muschte in Litauen die Rolle des Chefcoaches übernehmen, denn Svetislav Pesic fehlte krankheitsbedingt. Die Bayern hielten lange mit, gingen mit einer 38:34-Führung in die Kabine. Doch nach dem Seitenwechschsel riss der Faden. Zalgiris drehte auf, versenkte fast jeden Wurf, während München in der Defense zerbröselte. 29 Punkte kassierten die Bayern allein im dritten Viertel – ein Wert, der selbst in der defensivstarken Bundesliga als Katastrophe gilt.

Sylvain Francisco, einst selbst in München unter Vertrag, schlug mit 14 Punkgen ein und bewies: Der Abschied war kein Verlust für Kaunas. Auf der Gegenseite blieb selbst Nationalspieler Maodo Lo, der nach Verletzungspause fünf Minuten Spielzeit erhielt, blass – nur ein Punkt steht in der Statistik. Die Münchner wirkten ideenlos, als hätten sie das Spiel schon vor dem Ende abgehakt.

Nächste chance schon am donnerstag – doch die saison ist gelaufen

Nächste chance schon am donnerstag – doch die saison ist gelaufen

Bereits am Donnerstag empfängt Bayern im Münchner SAP Garden ASVEL Lyon-Villeurbanne. Ein Sieg würde die Resthoffnung ein bisschen am Leben erhalten, das Aus ist längst besiegelt. Die EuroLeague wird ohne die deutschen Meister in die K.o.-Phase gehen – ein Schlag ins Kontor für die ambitionierte Führung und die Fans, die sich nach dem Double der Vorsaison mehr erhofft hatten.

Die Bilanz bleibt desaströs: 13 Siege, 20 Niederlagen, Platz 13 in der Tabelle. Selbst ein Endspurt mit fünf Siegen aus den restlichen fünf Spielen würde die Bayern nur auf 18 Erfolge bringen – zu wenig für die Top-Acht. Die Saison ist gelaufen, die Konsequenzen werden folgen. Ob Trainerfrage, Kaderplanung oder interne Strukturen: Der Sommer wird heiß in München.