Bayern münchen schnappt sich matchball: alba berlin vor dem aus?
Die Max-Schmeling-Halle tobte, die Spannung war greifbar – doch am Ende stand ein deutlicher 91:83-Erfolg für Bayern München gegen Alba Berlin. Damit geht der amtierende Meister mit 2:1 in der Best-of-Five-Serie in Führung und kann die Meisterschaft bereits am Freitag in Berlin perfekt machen. Ein packendes Finale, das die Fans begeisterte, aber die Berliner Anhänger letztlich enttäuschte.

Die gelbe gefahr und die münchner antwort
Vor dem Spiel sorgte Alba Berlin mit gelben Shirts für eine ausgelassene Stimmung, doch die Bayern ließen sich davon nicht beirren. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der kein Team die Oberhand gewinnen konnte – Berlins höchste Führung betrug lediglich drei Punkte – drohte den Berlinern das Spiel davonzulaufen. Leichte Ballverluste von Agbakoko und Kayil, verpasste Chancen von Rataj, Roberts und Kayil, wurden von den Münchnern eiskalt bestraft. Ein 8:0-Lauf brachte die Bayern in Führung, bevor Wood, Griesel und Kayil das Ergebnis wieder etwas beruhigten. Mit einem knappen 40:43 ging es in die Pause – ein Ergebnis, das vor allem Albas acht Ballverlusten in der ersten Hälfte geschuldet war.
Die zweite Hälfte begann mit einem weiteren Ausgleich durch Michael Rataj, der die Halle zum Beben brachte. Moses Wood sorgte per Dreier für die erste Führung der Berliner seit 20 Minuten, doch Bayern ließ nicht locker. Der gebürtige Berliner und langjährige Alba-Profi Niels Giffey, der für die Bayern im Einsatz war, zeigte mit einem Dunk, dass er seine frühere Heimat nicht einfach so ziehen lassen würde und brachte die Bayern wieder voran.
Die Nerven der Berliner zerrütteten sich in den entscheidenden Minuten. Bayern hingegen blieb cool und konzentriert. Lucics Dreier zum 80:73 war der Geniestreich, der die Entscheidung besiegelte. Am Ende waren es 17 Ballverluste bei Alba im Vergleich zu nur 12 bei Bayern, verbunden mit einer miserablen Freiwurfquote von lediglich 14 von 24 Würfen. Ein Unterschied, der den Ausschlag gab.
„Es hat trotzdem viel Spaß gemacht, leider mit dem schlechten Ende für uns“, kommentierte ein sichtlich enttäuschter Berliner Malte Delow das Spiel. Die Münchner hingegen können am Freitag in Berlin den Sack zumachen und den dritten BBL-Titel in Folge feiern. Nenad Dimitrijevic war mit 19 Punkten der erfolgreichste Scorer der Bayern, während Jack Kayil Alba mit 17 Punkten unterstützen konnte. Doch am Ende zählt nur eines: Bayern München hat den Matchball und steht vor dem erneuten Triumph.
