Bayern münchen dominiert: meistertitel-hattrick in greifbarer nähe!

Ein furioser Auftritt der Bayern München hat die Telekom Baskets Bonn im dritten Halbfinale der Easycredit Basketball-Bundesliga deklasziert. Mit einem klaren 77:57-Sieg steht der deutsche Meister erstmals seit 2018 wieder im Finale und winkt dem dritten Titel in Folge. Selbst ohne ihren gefürchteten Dreierschützen Andreas Obst war die Mannschaft von Svetislav Pesic gestern Abend kaum zu stoppen.

Die verletzung von obst – ein nebenaspekt?

Die verletzung von obst – ein nebenaspekt?

Der Ausfall von MVP Andreas Obst, der weiterhin unter den Folgen eines fiebrigen Infekts leidet, hätte eigentlich Anlass zur Sorge geben müssen. Doch die Münchner demonstrierten eindrucksvoll, dass sie auch ohne ihren Star-Spieler zu einer nahezu unüberwindbaren Macht werden können. Die Frage, wer diese Bayern denn nun noch stoppen kann, beschäftigt die Fans bundesweit.

Schon im ersten Viertel deutete sich der dominante Spielverlauf an, obwohl die Bonner mit einem 13:13-Unentschieden kurz Hoffnung machen konnten. Doch ab dem zweiten Viertel übernahm München die Kontrolle, gewann das Viertel mit 18:8 und baute die Führung kontinuierlich aus. Eine selbstkritische Bemerkung von Isiaha Mike nach der Pause – er erkannte Verbesserungspotenzial in der Defensive, obwohl nur acht Punkte zugelassen wurden – unterstreicht den hohen Anspruch der Bayern.

Kostja Mushidi, Bundesliga-Spieler der Niners Chemnitz, sieht den Wendepunkt bereits im ersten Spiel der Serie: „Game 1 war so ein Wachrüttler für die Bayern. Sie haben gemerkt: Oh, wir müssen hier was investieren.“ Die intensive Video-Analyse von Pesic nach dem ersten Spiel, mit über anderthalb Stunden Material, zeugt von der Detailverliebtheit des Trainers. Auch die herausragende Leistung von Vladimir Lucic, den Mushidi als „ekelig, aber einen der Besten, die wir je hatten“ bezeichnet, trug maßgeblich zum Erfolg bei. Xavier Rathan-Mayes, den Mushidi als „walking bucket!“ lobte, komplettierte das starke Bayern-Ensemble.

Die Bayern präsentierten sich als eine Einheit, die sich auch durch den Ausfall eines Schlüsselspielers nicht aus dem Konzept bringen lässt. Mit diesem souveränen Sieg haben sie gezeigt, dass sie auch in dieser Saison die Nummer eins im deutschen Basketball sind. Die Best-of-Five-Serie wurde somit mit 3:0 für die Bayern entschieden.