Bayern einigt sich mit gordon – doch murphy wettert: "nicht besser als díaz"

Anthony Gordon will, der FC Bayern will – nur Newcastle blockt noch. Nach Sport-BILD-Informationen sind sich der Rekordmeister und der 25-jährige Außenstürmer bereits grundsätzlich einig, die Ablöse allerdings liegt bei mehr als 60 Millionen Euro. Ein Preis, der selbst in München für Stirnrunzeln sorgt.

Danny murphy zweifelt lautstark

"Ich bin baff", sagt Ex-Liverpool-Profi Danny Murphy bei talkSPORT. "Gordon hat Tempo und Durchschlagskraft, aber seine Leistungsschwankungen sind ein Problem." Die Zahlen scheinen ihm recht zu geben: 17 Tore und 5 Vorlagen in 46 Pflichtspielen klingen solide, doch fünf Treffer resultierten aus Elfmeterschüssen. "Ohne diese Strafstöcher fällt die Bilanz schon mager aus", so Murphy.

Der Vergleich mit Luis Díaz tut ein Übriges. "Díaz trägt seit Monaten das Spiel der Bayern, presst, dribbelt, trifft in entscheidenden Momenten. Gordon ist da noch eine Evolutionsstufe dahinter", urteilt der 49-Jährige. Sein Fazit klingt hart: "In München würde er zunächst nur die Bank wärmen. 60 Spiele pro Saison? Klar, er kommt ran – aber von der ersten Minute wird er selten gefragt sein."

Gehaltsplus und titelgarantie locken

Gehaltsplus und titelgarantie locken

Doch warum dann der Wechselwunsch? "Das Gehalt wird steigen, das verspricht der Klub", sagt Murphy. "Und die Chance, jedes Jahr Meisterschale und Champions-League-K.o.-Phase zu erleben, gibt es in Newcastle nicht." Für Gordon, der in seiner Jugend die Straßen von Liverpool bespielte, wäre es der Sprung in eine geschlossene Siegerkultur.

Die Rivalen schalten sich ein. Arsenal beobachtet, Liverpool schickt Scheichs, Chelsea und Manchester City halten Beratergespräche bereit. Die Uhr tickt: Newcastle muss bis 30. Juni genug einsacken, um die Financial-Fair-Play-Lücke zu schließen. Je länger der Poker dauert, desto größer wird der Druck – und desto wahrscheinlicher, dass die Engländer unter die 50-Millionen-Marke rutschen.

Christian Ehrlicher, Leiter der internationalen Abteilung beim TSV Pelkum, bringt es auf den Punkt: "Gordon ist kein Sahnehäubchen, sondern ein Risikogeschäft. Wenn die Bayern ihn trotzdem ziehen, signalisiert das: Sie glauben, sich selbst regenerieren zu können." Die Frage ist nicht mehr, ob Gordon die Bundesliga rockt – sondern, ob er sie überhaupt rocken darf.