Bayern dominiert trier – erster playoff-sieg, titeljagd beginnt!

München atmete auf. Nach verpassten Chancen im Pokal und in der Euroleague hängt für die Bayern Basketballer nun alles vom Gewinn der Meisterschaft ab. Im Viertelfinale der easycredit BBL gegen Trier wurde der erste Schritt auf diesem Weg eindrucksvoll gemacht – ein deutlicher 101:80 Sieg, der zeigt: Auch wenn die Anfangsphase holprig war, ist die Verpflichtung zur Meisterschaft spürbar.

Ein holpriger start und eine deutliche antwort

Die Stimmung im ausverkauften SAP-Garden war elektrisierend, doch die Bayern wirkten zunächst überrascht. Trier, angeführt vom jüngsten Trainer der Liga, Jaques Schneider, präsentierte sich von einer ungeahnt frechen Seite und ging nach fünf Minuten bereits mit 17:6 in Führung. Ein Weckruf für die Hausherren, die durch eine Auszeit von Coach Svetislav Pešić (76) ihre Nerven wieder fanden. Doch die anfänglichen Probleme zeigten deutlich: Die Bayern sind gewarnt, dürfen den Gegner nicht unterschätzen.

Trier hielt überraschend gut mit und ging sogar das erste Viertel mit 26:20 für sich. Lothar Matthäus, eine seltene Erscheinung im SAP Garden, musste sich unzählige Foto-Wünsche erfüllen und schien ebenso überrascht von der Leistung der Gäste wie die Fans. Schneider spielte mit der Psychologie: „Die glauben, sie haben das Spiel jetzt unter Kontrolle und werden jetzt chillen. Das müssen wir ausnutzen.“ Ein psychologischer Schachzug, der jedoch nicht funktionierte.

Andi Obst avancierte mit 24 Punkten zum besten Werfer der Bayern und bewies seine Klasse. Doch es war mehr als nur seine individuelle Leistung; es war der kollektive Wille, die anfängliche Unsicherheit abzulegen und die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Die zweite Hälfte gehörte dann klar den Bayern, die ihre Defensive stabilisierten und die Trierer Angriffe zunehmend unterbindeten.

Tristan da Silva, Bruder des Bayern-Stars Oscar, urteilte in der Halbzeitanalyse: „Sie werden in der zweiten Hälfte weniger zulassen.“ Und genau so kam es. Trier vergab reihenweise Chancen und ließ sich immer wieder von den Bayern in Bedrängnis bringen. Die Dominanz der Münchner wurde immer deutlicher, der Widerstand der Gäste brach.

Der Sieg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum dritten Meistertriumph in Folge. Kapitän Vladimir Lucic betonte: „Es wäre für mich das erste Mal, drei Meistertitel in Serie zu gewinnen. Wir dürfen Trier nicht unterschätzen, aber wir haben schon dreimal diese Saison gegen sie gewonnen.“ Die Bayern haben bewiesen, dass sie auch unter Druck ihre Stärken abrufen können. Der nächste Test steht bereits am Dienstag im SAP Garden an – das Rückspiel gegen Trier (20.30 Uhr, live bei DYN).

Die ausgangslage: favoritenrolle angenommen

Die ausgangslage: favoritenrolle angenommen

Auf dem Papier waren die Bayern haushohe Favoriten, und das Ergebnis entsprach dieser Erwartung. Die Erfahrung von Svetislav Pešić und das Talent der einzelnen Spieler schienen letztlich zu viel für Trier zu sein. Doch der Kampfgeist der Gäste sollte nicht unterschätzt werden. Die Serie ist noch lange nicht entschieden, aber die Bayern haben eine klare Botschaft gesendet: Sie sind hungrig nach dem Titel und bereit, alles dafür zu geben.