Bayern bricht rekord – hoeneß: „titel sind wichtig, aber das hier…“
München bebt! Der FC Bayern hat am Samstagabend beim 5:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli nicht nur den 24. Ligainsieg der Saison gefeiert, sondern auch einen historischen Bundesliga-Torrekord pulverisiert. 105 Treffer in dieser Saison – eine Zahl, die selbst Vereinslegende Uli Hoeneß beeindruckte.

Die älteren erinnern sich: eine ära geht zu ende
Der alte Rekord von 101 Toren aus der Saison 1971/72, damals noch von einem jungen Uli Hoeneß mit 13 Treffern unterstützt, ist hinfällig. „Im Fußball geht es um Titel“, betonte der Ehrenpräsident, „aber dass diese Mannschaft nach so vielen Jahrzehnten unsere Marke geknackt hat, sagt viel aus.“ Besonders freute es ihn, wie der junge Lennart Karl mit seinem 100. Tor die Kontinuität des Vereins unterstrich.
Und dann war da noch Jamal Musiala, der sich das 101. Tor nach einer längeren Verletzungspause mehr als verdient hat. „Das zeigt, dass der FC Bayern auch für die Zukunft gewappnet ist“, so Hoeneß.
Trainer Vincent Kompany zeigte sich ebenfalls außerordentlich stolz: „Es freut mich aus zwei Gründen. Wenn ein Spieler an seine Momente glaubt, dann ist es Leon. Und dass er jetzt unseren Stürmern den Torrekord wegnimmt, dann ist es auch typisch Leon.“
Leon Goretzka sorgte mit seinem 2:0-Treffer gegen Pauli für den historischen Moment. „Ich musste mir erst einmal erklären lassen, welcher Rekord“, gestand der Bayern-Star lachend. „Das ist insofern ganz nett, denn ich glaube, in den Geschichtsbüchern stehe ich bis jetzt mit dem schnellsten Eigentor der Geschichte.“ Eine ironische Bemerkung, die den Druck des Rekord-Spiels aufzulösen vermochte.
Was aber wirklich beeindruckt, ist die unbändige Siegeswillen der Mannschaft. Hoeneß lobte die Spieler dafür, dass sie auch nach dem 4:0 oder 5:0 nicht nachlassen. „So bricht man Rekorde – und am wichtigsten: so macht man den Fans Freude, Spiel für Spiel.“
Die Torausbeute von 105 Toren ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Spiegelbild der Dominanz des FC Bayern in der Bundesliga. Es ist ein Zeichen für die Qualität des Kaders, die taktische Versiertheit des Trainers und die Leidenschaft, mit der die Mannschaft auf dem Platz fightet.
Die Freude ist groß, aber die Arbeit ist noch nicht getan. Die Meisterschaft steht noch aus, und die Bayern haben sich selbst hoch gesteckt. Mit dieser beeindruckenden Form und dem unbändigen Willen, weiter zu punkten, scheinen sie jedoch auf dem besten Weg zu sein, die Bundesliga erneut zu erobern. Die Fans können sich auf weitere, spannende Spiele freuen.
