Baumgart/dinges feiern final-debüt beim haushahn final4

Fabian Baumgart und Philipp Dinges pfeifen sich ins Rampenlicht. Beim Haushahn Final4 der Frauen kriegen die beiden Badener ihren ersten Pokal-Endeinsatz – und das nur 14 Monate, nachdem sie sich zusammenrauften, weil ihre alten Partner aufhörten.

Wie ein neuanfang zur premiere wurde

Baumgart gab seinen Internationalen Status auf, um mit Dinges durchzustarten. Jetzt leiten sie das Finale am 15. März 2026. 1.000 DHB-Einsätze haben die zwei zusammen auf dem Zähler, aber kein einziges Finalspiel. „Die haben es sich erarbeitet“, sagt DHB-Schiedsrichterchefin Jutta Ehrmann – und meint damit nicht nur die Zahlen, sondern die harten Wochen, in denen sie sich neu erfanden.

Im Halbfinale wird es dafür richtig jung. Marvin Cesnik/Jonas Konrad und Markus Kauth/Andre Kolb sind erst seit Kurz im Elite-Kader, jetzt schon beim Final4 – vier statt bisher drei Gespanne sind in diesem Jahr nominiert. Das ist kein Zufall, sondern Teil eines Plans: Die DHB-Spitze will Nachwuchskräfte früher an den großen Tag heranführen.

Das Bronze-Spiel übernehmen die erfahrenen EHF-Referees Sophia Janz und Rosana Sug. Sie kennen sich in Europacup-Finals aus, nun kriegen sie auch in Deutschland den dritten Platz zugewiesen. Delegiert sitzen Frank Wenz, Jürgen Rieber und Marc Fasthoff am Tisch – drei Männer, die zusammen über 100 Jahre Schiedsrichter-Erfahrung mitbringen.

Breite trifft spitze – und das seit zehn jahren

Breite trifft spitze – und das seit zehn jahren

Rund ums Final4 gibt es wieder die Traditionstrampe „Breite trifft Spitze“. Simon Reich, der 2024 das Männer-Finale pfeifte, steht als Referent auf der Bühne. Etwa 120 Nachwuchs-Referees aus Baden-Württemberg diskutieren mit den Nominierten, tauschen sich über Handzeichen, Laufbahnen und Lebenspläne aus. Ehrmann nennt das „unseren heimlichen Nachwuchsförderclub“ – und lacht, weil sie genau weiß, dass hier manchmal die nächste Generation rekrutiert wird.

Für Baumgart und Dinges ist das Programm Nebensache. Sie haben nur einen Termin im Kopf: Sonntag, 15. März, 17 Uhr, Center Court in Stuttgart. Dann geben sie den Startschuss für das Finale. Wenn der erste Whistle ertönt, ist die längste Vorbereitung ihrer Karriere vorbei – und eine neue beginnt.