Baskonia zerquetscht maccabi mit einem 40-19-drittel und festigt den play-in-traum

Der Buesa Arena bebte – und das nicht nur metaphorisch. Mit 101:98 schickt Saski Baskovia Maccabi Tel Aviv buchstäblich in die Knie, zementiert die eigene Siegesserie und zieht im Rennen um die Play-in-Plätze der EuroLeague davon. Das 40:19 im dritten Viertel war keine Leistungsexplosion, es war eine Demontage.

Nowell schaltet den turbo, howard liefert den kaltstart

Markquis Nowell, 1,78 m klein, riesig in der 25. Minute. Sein Steal, sein Lay-up, sein Dreier – 8:0, 61:60, erstmals Führung für die Basken. Davor hatte Roman Sorkin die israelische Zone zur Kaffeeküche degradiert, Looney Walker aus der Distanz gekratzt, als stünde er im leeren Park. Doch dann kam Markus Howardzurück – acht Tage nach seiner Knöchel-Diagnose, zwei Dreier im zweiten Viertel, einer davon über zwei Hände, Sekunde vor der Sirene, 44:53, alles offen.

Offen war es nur, bis der dritten Akt begann. Baskonia verteidigte mit vier Mann an der Linie, zwang Maccabi zu fünf Turnovern in vier Minuten. Nowell traf, Tim Luwawu-Cabarrot traf, Trent Forrest traf – 84:72 nach 30 Minuten, ein Viertel, das in den Statistikbüchern als „40-19“ steht, aber auf dem Parkett wie ein K.o. aussah.

Clark schießt sich warm, doch die luft bleibt dünner

Clark schießt sich warm, doch die luft bleibt dünner

Jimmy Clark war es, der Maccabi in Schlagdistanz hielt. 26 Punkte, 6/8 Dreier, ein Verfolgungsduell mit der Uhr. 91:91 war es noch, 1:42 zu spielen. Doch dann Nowell wieder, diesmal von der Mittellinie, ein Dreier, der wie ein Kabel in der Wüste aufschlug – 97:91, 47 Sekunden. Clark antwortete zweimal, Luwawu-Cabarrot verwandelte zwei Freiwürfe, Sekundenbetrug, 101:98, Ende.

Die Zahlen? Sorkin 22 Punkte, 8 Rebounds, ein Plus/Minus von +12 – und trotzdem der Verlierer. Walker 23, aber nur 5 nach der Pause. Bei Baskonia führt Luwawu-Cabarrot die Wertung mit 26 an, Nowell steuert 12 Punkte und 6 Assists bei, Howard kommt auf 9, aber sein Comeback verändert die Matchups. Die Basken gewinnen ihre dritte Partie in Folge, klettern auf 17-19 und schieben Maccabi (15-21) aus den Play-in-Rängen.

Die Botschaft ist klar: Wer in Vitoria den dritten Akt verschläft, fliegt spätestens im vierten aus dem Play-in-Rennen. Maccabi muss nächste Woche gegen Olympiakos gewinnen, Baskonia reicht ein Sieg bei Alba Berlin, um die eigene Postion zu konsolidieren. Die EuroLeague ist kein Marathon mehr, es ist ein Sprint über die letzten vier Kilometer – und Baskonia hat gerade die Schuhe geschnürt.