Baskonia schlägt maccabi 101-98 und stoppt deren play-in-traum mit einem 40-19-dreier
Tim Luwawu-Cabarrot traf die beiden Freiwürfe, die Vitoria in Ekstase versetzten – und den israelischen Play-in-Hoffnungen den Gnadenstoß versetzten. Mit 101:98 bezwang Baskonia Maccabi Tel-Aviv und zementierte Platz sechs in der Euroliga. Das Spiel kippte im dritten Viertel, als die Basken binnen zehn Minuten 40 Punkte warfen und die Gäste mit 19 Zählern abfertigten.
Nowells fernschuss begrub maccabis aufholjagd
Markquis Nowell stand fünf Sekunden vor Schluss sieben Meter hinter der Dreierlinie, ballte die Faust und ließ die Kugel segeln. 96:90 – der Maccabi-Fangblock verstummte, die 8.712 im Buesa Arena jubelten sich die Kehle wund. Jimmy Clark hatte den Auswärtsschock gerade auf vier Punkte verkürzt, doch Nowells Bombenabschluss war das Signal: Hier endet die Reise.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Baskonia erzielte 15/28 Dreier (54 %), Maccabi antwortete mit 16/31 (52 %). Doch nur ein Team fand in der Verteidigung einen Gang. Nach der Pause stellten die Basken um auf engen Switch, zogen die Linien zusammen und zwangen Roman Sorkin sowie Looney Walker zu schwierigen Abschlüssen. Ergebnis: 19 Gegenzähler im dritten Viertel – Maccabis saisonschwächste Zehnminutenskala.
Coach Paolo Galbiati hatte in der Kabine die richtigen Worte gefunden: „Wir haben die Pille beschleunigt, aber nicht gehetzt. Trent Forrest schob die Geschwindigkeit, Markus Howard wählte die richtigen Momente, und Timmy setzte den Deckel drauf.“ Howard, zurück nach Muskelbündelreiz, nagelte zwei entscheidende Triple, darunter den 84:72-Abschluss vor dem letzten Viertel.

Sorkins 22 punkte reichen nicht – maccabi rutscht auf platz 13
Für Oded Kattash wird die Luft dünn. Mit 15 Niederlagen aus 36 Spielen liegt Maccabi einen Sieg hinter dem Play-in-Rang, doch die Konkurrenz (Partizan, Valencia, Milan) hat ein leichteres Restprogramm. Sorkin war mit 22 Punkten und 7 Rebounds an allem dran, kassierte aber in der Schlussminute zwei Fouls – seine Sechs-Fehler-Grenze war erreicht.
Baskonia dagegen blickt nach oben. Bei 20 Siegen ist Platz vier – und damit Heimrecht im Viertelfinale – nicht mehr utopisch. Das nächste Ziel: am Freitag in Bayern München den Schwung nutzen. Dann trägt Luwawu-Cabarrot wieder die Kapitänsbinde – und vielleicht schon das Play-in-Ticket in der Tasche.
