Basel im freien fall: angriffslust verpufft, abwehr ein sieb!

Ein Schock geht durch die Basler Fangemeinde: Der ehemalige Serienmeister FC Basel steckt tiefer in der Krise als erwartet. Während die Gegner sich feiern dürfen, kämpft der Club aus dem Joggeli mit einer erschreckenden Abwehrleistung und einem Angriff, der reihenweise Chancen versemmelt. Der Trainerwechsel zu Stephan Lichtsteiner scheint bisher keine Wende gebracht zu haben – im Gegenteil.

Die defensive: von der besten zur lachnummer

Noch vor wenigen Monaten prahlte Basel mit der besten Abwehr der Liga. Diese Zeiten sind längst vorbei. Seit Lichtsteiners Amtsübernahme hat das Team alarmierende acht Gegentore in nur drei Spielen hinnehmen müssen. Ein herber Kontrast zu den Leistungen davor. Die Konkurrenz, allen voran Lausanne, Zürich, GC und Winterthur, die allesamt über treffsichere Stürmer verfügen, hat mittlerweile mehr Gegentore auf dem Konto – ein Indiz für die tiefe Krise in der Basler Hintermannschaft.

Offensive-flaute: ajeti und co. versagen

Offensive-flaute: ajeti und co. versagen

Doch die Probleme beschränken sich nicht nur auf die Abwehr. Auch im Angriff herrscht bittere Armut. Während Xherdan Shaqiri (11 Tore) und Benie Traoré (9 Tore) weiterhin zuverlässig treffen, ist um sie herum große Flaute. Albian Ajeti, Giacomo Koloto und Moritz Broschinski kommen in dieser Saison auf magere sechs Treffer – eine Leistung, die in jeder anderen Super League Mannschaft mindestens einen Stammspieler unterbieten würde. Ajeti, der mit drei Toren als „treffsicherster“ Basler Stürmer gilt, nimmt mit seinem Platz 61 in der Torschützenliste, gleichauf mit dem abgewanderten Willem Geubbels, eine bittere Ironie.

Datenanalyse enthüllt: basels stürmer senken die torwahrscheinlichkeit

Datenanalyse enthüllt: basels stürmer senken die torwahrscheinlichkeit

Die düstere Lage wird durch aktuelle Daten des Anbieters Statsbomb untermauert. Der sogenannte „On-Ball Value“ misst, ob ein Spieler durch seine Aktionen die Wahrscheinlichkeit eines Tores erhöht oder senkt. Das Ergebnis ist erschreckend: Ajeti, Koloto und Broschinski weisen alle negative Werte auf. Das bedeutet im Klartext: Wenn einer von ihnen am Ball ist, sinkt die Chance auf ein Basler Tor! Besonders Ajeti fällt hier negativ auf. Seine Expected-Goals-Werte – er hätte Chancen für mindestens 9,31 Tore haben müssen – stehen in krassem Gegensatz zu seinen nur drei erzielten Treffern. Seine Trefferquote von nur einem Tor pro zwanzig Schüssen ist alarmierend und die schlechteste der Liga.

Lichtsteiners entscheidungen: verwirrung und unverständnis

Lichtsteiners entscheidungen: verwirrung und unverständnis

Die Situation spitzt sich weiter zu, da Stephan Lichtsteiner überraschend und freiwillig auf Schlüsselspieler verzichtet. Gegen Sion ließ er beispielsweise Dominik Schmid, der nach Shaqiri den zweithöchsten „On-Ball Value“ im Team hat, zunächst nur als Joker einwechseln. Auch Marin Soticek, der in dieser Statistik auf Rang vier geführt wird, kam erst spät ins Spiel. Diese Entscheidungen werfen Fragen auf und scheinen die Leistung des Teams weiter zu beeinträchtigen.