Bari steht mit dem rücken zur wand: südtirol zwingt galleone in die relegation

25.000 schreien sich heiser, doch die Kurve wird zur Kippe: Im San Nicola droht dem SSC Bari gegenüber dem FC Südtirol (18:30 Uhr, DAZN) das zweite Jahr in Folge der Absturz in die C. Ein Punkt trennt die Kontrahenten – und genau der macht Bolzanos Auswärtssieg vom 15. Februar (1:2) zum möglichen Türöffner in die Rettung.

Longo muss gewinnen – castori darf rechnen

Trainer Giuseppe Longo stellt auf Dreierkette um, weil seine Viererkette in den letzten fünf Partien sieben Gegentore kassierte. Das 3-4-2-1 mit Cerofolini im Tor und dem Duo Esteves/Rao hinter Moncini soll die Lücke zum Südtiroler Strafraum verkleinern. Gegenüber formiert Fabrizio Castori das bewährte 3-5-2, in dem Pecorino und Merkaj schon 14 der 41 Saisonpunkte erzielten. Ihr Job heute: den Bogen ziehen und Konter erzwingen.

Die Statistik brennt unter den Fersen der Apulier: In zehn Zweitliga-Duellen holte Südtirol vier Siege, Bari nur drei. Noch brisanter: Im San Nicola gewannen die Weißroten zuletzt dreimal in Serie. „Wir müssen das Stadion in einen Kessel verwandeln, sonst wird es eng“, sagte Longo gestern – und meinte damit nicht nur die Temperatur.

Rapuano pfeift – für bari ein horrorbild

Rapuano pfeift – für bari ein horrorbild

Antonio Rapuano leitet seine zwölfte Serie-B-Partie dieser Saison. Die Bilanz des Riminesers gegen Bari liest sich wie ein Krimi mit offenem Ende: eine Pleite nach der anderen (1 Sieg, 2 Remis, 4 Niederlagen). Das 0:3 gegen Palermo Ende Januar war sein letzter Einsatz mit den Apuliern. Für Südtirol blieb er in dieser Spielzeit noch unsichtbar – sechs Siege in sechs Spielen sprechen für sich.

Kein Rückspiel ohne Wendung: Freitag, 22. Mai, 20 Uhr, Druso-Stadion. Dort reicht den Südtirolern ein torloses Remis. Bari braucht entweder einen Sieg oder mindestens ein 2:2, um den Klassenerhalt noch selbst zu bestimmen. Sollte es nach 180 Minuten Gleichstand geben, zählt das Auswärtstor – und genau das könnte die Achtungstaste für das ganze Bari-Quartier werden.

Die Mannschaften betreten den Rasen, das Thermometer steht bei 26 Grad. Für die einen beginnt die letzte Chance, für die anderen reicht schon ein Punkt. In der Apulien-Nacht entscheidet sich, ob das San Nicola nächste Saison zweite oder dritte Liga erlebt.