Barcelona-transfer: gordon kämpft um wm-bedeutung
Der FC Barcelona hat sich frühzeitig um Anthony Gordon bemüht, um seinen Marktwert vor dem Weltturnier nicht weiter in die Höhe schnellen zu lassen. Ein Transfer über 80 Millionen Euro wurde schließlich perfekt gemacht – die siebte teuerste Verpflichtung eines Premier-League-Teams außerhalb der Insel. Doch im WM-Kader scheint der junge Engländer bisher zu kämpfen.
Tuchels vertrauen auf eine harte probe gestellt
Thomas Tuchel hatte Gordon bereits vor seiner Verpflichtung hoch gelobt und betonte dessen unermüdliche Arbeitsmoral und seinen unstillbaren Durst nach Verbesserung. “Er ist ein ganz besonderer Spieler”, so Tuchel vor Wochen, “Seine Einstellung im Training, seine Leidenschaft, sein Profi-Bewusstsein – das ist genau das, was jeder Verein auf der Welt braucht.” Diese Worte scheinen jedoch im Schatten seiner Leistungen bei der Weltmeisterschaft zu stehen.
Gegen Kroatien und Ghana wirkte Gordon oft verloren und hatte Schwierigkeiten, ins Spiel einzugreifen. Gegen Ghana, wo er erwartungsgemäß in der Startelf stand, konnte er kaum Akzente setzen. Seine Ballberührungen waren limitiert (nur 12 in 41 Aktionen), und seine Dribblings (2/5) waren wenig erfolgreich. Die wenigen Chancen, die er erhielt, verpufften wirkungslos. Es scheint, als ob der enge Raum und die defensive Ausrichtung Ghanas ihm die Räume zum Entfalten nahmen.
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Gordon berührte in seinen bisherigen WM-Einsätzen nur wenige Bälle im gegnerischen Strafraum (lediglich vier), was seine offensive Wirkung zusätzlich einschränkt.

Rashford profitiert von gordons schwierigkeiten
Während Gordon kämpft, scheint Marcus Rashford davon zu profitieren. Sein entscheidender Treffer gegen Iran katapultierte ihn ins Rampenlicht, und auch gegen Ghana zeigte er seine Torgefahr. Tuchel scheint die Fähigkeit zur direkten Torerzielung zu priorisieren, was Gordons Profil, das stark auf Pressing und defensive Arbeit basiert, aktuell in den Hintergrund rückt.
Es ist klar, dass Gordon eine wertvolle Ergänzung für den Barcelona-Kader darstellen kann – seine Intensität und sein unermüdlicher Einsatz sind unbestritten. Doch er muss seine Schwächen im Abschluss und im Spiel gegen tiefstehende Mannschaften überwinden, um seinen Platz im englischen Nationalteam und im katalanischen Verein zu festigen. Die Weltmeisterschaft bietet ihm dafür die Chance, sich zu beweisen, auch wenn es momentan schwerfällt.
Die Frage ist, ob Tuchel seine eiserne Überzeugung in Gordon beibehalten wird, sollte der junge Stürmer weiterhin Schwierigkeiten haben, seine Leistung zu zeigen. Denn im Fußball ist der Platz auf dem Rasen hart umkämpft, und Leistung entscheidet letztendlich über alles.
