Barcelona gegen atlético: schiri-chaos überschattet champions-league-duell

Madrid brodelt! Das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Barcelona und Atlético Madrid am Mittwochabend (21 Uhr, DAZN und Live-Ticker auf sportbild.de) steht unter keinem guten Stern. Die hitzige Atmosphäre ist nicht nur der Rivalität zwischen den Teams geschuldet, sondern auch den kontroversen Ereignissen des Ligaspiels am Samstag, das Barcelona mit 2:1 für sich entscheiden konnte.

Var-debakel schürt die spannungen

Die Partie in La Liga war geprägt von fragwürdigen Entscheidungen des Video-Assistenten, die Atlético-Boss Miguel Ángel Gil Marín scharf verurteilt hat. Zunächst wurde Atlétis Nicolas Gonzalez (28) nach Ansicht der Bilder vom VAR mit Glatt-Rot des Feldes verwiesen, nachdem er zuvor nur die Gelb-Rote Karte erhalten hatte. Dann wurde Gerards Martins (24) Platzverweis für Barça auf eine Gelbe Karte reduziert – ebenfalls nach VAR-Eingriff. Der Ärger beim spanischen Meister ist offensichtlich.

„Wenn wir uns die Bildmaterialien und die Tonaufnahmen des Verbands ansehen, können wir nur entsetzt sein“, äußerte Gil Marín. „Es ist inakzeptabel, dass uns die Kommentare des VAR-Teams vorgespielt werden, die im klaren Widerspruch zu dessen eigentlicher Funktion stehen.“ Die Aufnahmen zeigen, wie Video-Assistent Melero López den Schiedsrichter explizit dazu rät, Martins Foulspiel nochmals zu prüfen und möglicherweise in eine Verwarnung abzumildern – was dann auch geschah.

Bundesliga-schiri dingert im var-dienst

Bundesliga-schiri dingert im var-dienst

Das erneute Aufeinandertreffen in der Champions League wird nun besonders genau unter die Lupe genommen. Rumänischer Schiedsrichter István Kovács leitet die Partie, während Bundesliga-Schiri Christian Dingert als Video-Assistent fungiert. Eine heikle Aufgabe für den erfahrenen Deutschen, angesichts des bereits vorhandenen Zwists.

Die Forderung aus Madrid ist klar: Der Schiedsrichter muss die Verantwortung für seine Entscheidungen tragen. Gil Marín argumentiert, dass Schiedsrichter wie Spieler, Trainer und Manager das Recht haben, Fehler zu machen. „Aber Fehler im Spiel sind eben das: Fehler. Anders verhält sich das, wenn der VAR-Assistent den Schiedsrichter auf dem Platz bei der Beurteilung einer Situation beeinflusst. Der Schiedsrichter muss die Absichten der Spieler interpretieren und selbstständig entscheiden.“

Die Tonaufnahmen des VAR-Teams haben die Debatte um die Rolle des Video-Assistenten neu entfacht. Es bleibt abzuwarten, ob Kovács und Dingert in der Lage sind, die Partie fair und ohne unnötige Einmischungen zu leiten. Ein Feuerwerk ist am Mittwochabend in Barcelona zu erwarten – sowohl auf dem Platz als auch an der Seitenlinie.