Barcelona: flicks traum endet in atlético-albtraum?
Ein Schock für die katalanische Fußballwelt: Das gefeierte Barça von Hansi Flick findet plötzlich kein Tor mehr. Nach einer fulminanten Saisonhalbserie mit 127 Treffern in allen Wettbewerben – einer Durchschnitt von beeindruckenden 2,81 Toren pro Spiel – scheint die offensive Leichtigkeit verflogen. Das Champions-League-Duell gegen Atlético Madrid offenbarte eine erschreckende Schwäche: Kreativität und Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum.

Die simeone-mauer: barcelonas achillesferse
Die jüngsten Ergebnisse sind alarmierend. Gegen Atlético, den Erzrivalen, versagte die Offensive erneut. Nicht nur das gestrige 0:2 im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales, sondern auch das bittere 0:4 im Copa del Rey vor wenigen Wochen unterstreichen Barcelonas Probleme gegen die taktische Finesse des „Cholo“ Simeone. In beiden Spielen blieb der FC Barcelona torlos – ein Umstand, der in dieser Saison nur noch bei zwei weiteren Anlässen der Fall war: dem 0:3 gegen Chelsea in der Gruppenphase der Champions League und einem weiteren Ligaspiel.
Araujo betonte nach der Partie zwar die Entschlossenheit, das Ruder noch herumzureißen, doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Während die Mannschaft unter Flick fast drei Monate lang in jedem Spiel traf, wurde diese Serie abrupt durch Atlético beendet. Die Abwehr von Simeone scheint eine besondere Schwäche in Barcelonas Spiel offenbart zu haben. Ein besonderes Ärgernis war die Annullierung eines Treffers von Cubarsí im Hinspiel des Copa del Rey aufgrund eines knapp abseitsstehenden Zustands nach einer siebenminütigen VAR-Überprüfung aufgrund technischer Probleme.
Die Leistungsträger, allen voran Lamine Yamal, der in den drei vorherigen Champions-League-Spielen getroffen hatte, scheinen von der Simeone-Defensive erdrückt zu werden. Er versuchte zwar viel, doch die Tore blieben aus. Die Tatsache, dass der FC Barcelona in dieser Saison bereits in mehr Spielen ohne Tor blieb als in der gesamten Vorsaison (nur zwei Mal in der LaLiga gegen Real Sociedad und Leganés), zeugt von einer spürbaren Veränderung in der Angriffskraft.
Die Erinnerung an die Tore im neu umgebauten Spotify Camp Nou, wo das Team seit Ende November in jedem Spiel traf, wirkt nun wie eine ferne Erinnerung. Ob die Mannschaft am kommenden Dienstag im Rückspiel im Metropolitano die Kurve bekommt und die Torflaute beenden kann, bleibt abzuwarten. Die Herausforderung ist enorm, und die Simeone-Defensive wird alles daran setzen, Barcelona erneut den Zahn zuzupacken.
