Barcelona am abgrund: zukunftsfrage nach demütigung durch panathinaikos

Ein Schock für den FC Barcelona: Die deutliche Niederlage gegen Panathinaikos Athen (79:93) wirft ernsthafte Fragen nach der Zukunft von Trainer Xavi Pascual auf. Der Spanier deutete nach dem Spiel an, dass seine Zeit am Rande des Palau möglicherweise bald zu Ende steht.

Unsicherheit nach dem blamablen auftritt

Unsicherheit nach dem blamablen auftritt

„Am Ende der Saison wird Zeit sein, zu bewerten, zu denken, zu sehen, wo wir stehen, wo wir sein werden. und ob wir es sind“, erklärte Pascual nach dem enttäuschenden Spiel. Auf die Nachfrage, ob dies eine versteckte Botschaft sei, wich der Coach aus: „Ich habe genau das gesagt, was ich sagen wollte.“ Diese Worte lassen wenig Raum für Interpretationen und signalisieren eine wachsende Unsicherheit über Pascuals Fortsetzung an der Seitenlinie.

Der Rückschlag kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach zwei Jahren ohne Titel und einem verpassten Titelrennen unter Joan Peñarroya übernahm Pascual die Aufgabe, das Team wieder auf Kurs zu bringen. Zunächst sorgten Interimstrainer Óscar Orellana und später Pascual selbst für einen Aufschwung, doch zahlreiche Verletzungen und fehlende Verstärkungen haben die Situation erneut verschärft. Die Kernmannschaft mit erfahrenen Spielern wie Laprovittola, Punter, Clyburn, Satoransky, Shengelia und Vesely scheint dem hohen Niveau einer Saison mit potenziell 90 Spielen nicht mehr gewachsen zu sein.

Das größte Problem: Die fehlende Unterstützung durch die Vereinsführung. Pascual hatte sich eine verstärkte Kaderbreite erhofft, um den Belastungen der Euroliga und der Liga Endesa gerecht zu werden, doch diese Versprechen blieben unerfüllt. Die Konsequenz ist eine erschöpfte Mannschaft, die gegen selbstbewusste Gegner wie Panathinaikos an ihre Grenzen stößt. Die Athener präsentierten sich in nahezu jeder Facette des Spiels überlegen und demonstrierten eine beeindruckende Dominanz, die den Barcelona-Spielern den Atem raubte – mit einem Vorsprung von bis zu 31 Punkten im dritten Viertel.

„Wir müssen dieses Spiel schnell vergessen“, forderte Pascual seine Spieler auf. „Es ist klar, dass wir uns davon erholen müssen und an das nächste Spiel denken müssen.“ Doch die Realität ist ernüchternd: Die Ausgangslage ist angespannt, die Alternativen begrenzt und der Druck auf Pascual steigt. Vor allem das anstehende Duell gegen Monaco und die Begegnung mit der Roten Stern Belgrad werden entscheidend sein, um die Hoffnungen auf ein Erreichen der Play-In-Runde am Leben zu erhalten.

Die Spieler wirkten nach dem Spiel gedemütigt, zeigten wenig Charakter und ließen sich von Panathinaikos komplett unterkriegen. Ein Team mit Selbstvertrauen sei „unaufhaltsam“, so Pascual, doch dieses Selbstvertrauen scheint in Barcelona derzeit völlig abhanden gekommen zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob Pascual in der Lage sein wird, die Mannschaft wieder aufzurütteln und den drohenden Abstieg zu verhindern. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob der FC Barcelona noch eine Chance hat, die Saison zu retten – oder ob Pascual bereits seinen Abschied vorbereitet.