Barça zögert: cancelo kostet 15 millionen – rashford schon fest gebucht

Hansi Flick sprach es offen aus: „Wir reden am Ende der Saison – alles kann passieren.“ Gemeint waren Marcus Rashford und Joao Cancelo, zwei Leihgaben, deren Zukunft beim FC Barcelona sich binnen Wochen entscheidet. Doch während Rashford per Vertragsklausel für 30 Millionen Euro automatisch gekauft wäre, steht Cancelo plötzlich mit einem Preisschild von 15 Millionen Euro da – und niemand beim Klub will es zahlen.

Al-hilal zwingt barça in die knie

Die saudische Machtformation Al-Hilal, Besitzer der Transferrechte, signalisiert über arabische Medien: Kein Rabatt, keine Stundung, keine Gefälligkeit. Der Portugiese hat noch ein Jahr Vertrag, dem Verein droht ein Verlustgeschäft. Barcelona wiederum hofft auf eine Null-Ablöse-Lösung – entweder durch Cancelos Eigeninitiative oder durch öffentlichen Druck, der Al-Hilal erweicht. Bislang vergeblich.

Cancelo selbst spielt auf Zeit. Seit Wochen ist er gesetzt, weil Balde und Koundé verletzt ausfielen. Zwölf Einsätze, ein Tor, vier Vorlagen – Zahlen, die Flick schwärmen lassen, aber eben nicht zahlen. Die sportliche Notwendigkeit steht der finanziellen Realität gegenüber.

Intern heißt es: Wer 15 Millionen auftreibt, muss anderswo sparen. Die Gehaltsstruktur ist bereits auf Kante genäht, das 1:1-Regelverhältnis der Liga ein eiserner Ring. Daher die Idee: Cancelo möge selbst die Klausel lösen, so wie er im Sommer bereits auf Teilzahlungen seiner Gehaltsforderungen verzichtete. Eine Wiederholung gilt aber als unrealistisch – der Spieler will Stabilität, nicht noch mehr Zahlaufforderungen.

Rashford hingegen ist schon halb barça-eigentum

Rashford hingegen ist schon halb barça-eigentum

Der englische Außenstürmer kam mit klarer Option, die 30 Millionen in einem Aktivposten zu verwandeln. Doch auch hier stockt die Begeisterung. Trotz einiger starker Sprints wirkt Rashford oft isoliert, seine Torausbeute bleibt unter den Erwartungen. Ein Kauf zwingt sich also nicht auf, er droht vielmehr zur Pflicht zu werden. Und Pflicht bedeutet bei Barça: neue Schulden.

Flicks Aussage klingt nach Offenheit, ist aber ein Spiel mit dem Feuer. Je länger er wartet, desto größer der Druck auf Sportdirektor Deco. Entscheidungen fallen nicht im Mai, sondern schon beim Winter-Planungstreffen. Keine Signale jetzt bedeutet: Statt Stars werden wieder Jugendliche ran müssen.

Barça steht also vor dem klassischen Dilemma: zwei Leistungsträger, zwei unterschiedliche Preise, ein Budget, das längst erschöpft ist. Cancelo will bleiben, der Klub will ihn – aber 15 Millionen Euro trennen Wunsch und Wirklichkeit. Die Uhr tickt. Am 30. Juni läuft die Lehe aus, dann entscheidet sich, ob die nächste Saison mit oder ohne die beiden Ausleihgaranten beginnt. Eines ist klar: Sparen wird auch 2025/26 wieder Programm sein, egal wie laut die Rufe nach Titeln werden.