Bamberg schlägt berlin: baskets erzwingen entscheidungspiel!

Ein Basketball-Drama höchster Güte geht in die entscheidende fünfte Partie! Die BMA365 Bamberg Baskets haben Alba Berlin im zweiten Halbfinale der Easycredit BBL überrascht und mit einem hart erkämpften 81:67-Sieg die Serie ausgeglichen. Vor 5700 begeisterten Fans in der ausverkauften Brose-Arena ist nun am Dienstag in Berlin die alles entscheidende Schlacht angesetzt.

Die rebound-wende macht den unterschied

Was lange Zeit wie eine Fortsetzung des ersten Spiels aussah, in dem Alba die Oberhand behielt, entwickelte sich nach der Pause zu einer Parade des Teamgeistes. Die Bamberger, die im ersten Durchgang noch mit 36:36 ausgeglichen waren, dominierten plötzlich die Rebounds. „Das war der Schlüssel“, betonte Erfolgstrainer Anton Gavel nach dem Spiel. „Zum ersten Mal haben wir das Rebound-Duell gegen Alba gewonnen – ein enorm wichtiger Faktor.“ Die 47:41 Rebounds für Bamberg spiegelten die veränderte Dynamik wider und ermöglichten es den Gastgebern, sich einen immer größeren Vorsprung zu erarbeiten.

Austin Crowley, der amerikanische Shooting Guard der Bamberger, war mit 17 Punkten, 6 Rebounds und 5 Assists der auffälligste Spieler. Vier von fünf Dreiern traf er und zeigte eine Leistung, die seinesgleichen suchte. Doch auch die moralische Stärke des Teams war unübersehbar. „Wir haben die Energie der Fans gespürt“, jubelte Demarcus Demonia nach dem Spiel. „Diese Bindung an unsere Fans, der Zusammenhalt in der Mannschaft – das ist unser Geheimnis.“

Alba im tief: hermannsson patzt, freiwürfe scheitern

Alba im tief: hermannsson patzt, freiwürfe scheitern

Auf der Berliner Seite hingegen war es ein rabenschwarzer Abend. Aufbauspieler Martin Hermannsson agierte weit unter seinen Möglichkeiten und erlebte eine Partie zum Vergessen. Ein Kopfschuss zwang ihn sogar zu einer vorzeitigen Pause. Die Wurfschwäche der Berliner war schlichtweg alarmierend. 13 Freiwürfe vergaben sie, und lediglich 21 Prozent ihrer Dreierversuche fanden ihr Ziel. Ein erschreckendes Bild für einen vermeintlichen Serienmeister. Michael Rataj, der nachverpflichtete College-Spieler, versuchte zwar mit 18 Punkten, das Ruder herumzureißen, doch das war zu wenig, um das desolate Mannschaftsspiel zu kaschieren.

Die Franken reisen nun mit Rückenwind und dem Gefühl, in Berlin etwas zu holen. Patrick Femerling, BBL-Experte, ist sich sicher: „Das Momentum liegt jetzt bei Bamberg. Sie können mit großem Selbstvertrauen nach Berlin fahren.“ Das wird auch Klub-Mäzen Michael Stoschek so gesehen haben, der kurzerhand die Kosten für alle Fan-Busse übernahm, um seine Mannschaft in der Hauptstadt lautstark zu unterstützen. Ein klares Zeichen für den Zusammenhalt und den Glauben an das Team.

Die Max-Schmeling-Halle am Dienstag wird Zeuge eines Finals, das kaum dramatischer sein könnte. Werden die Baskets das Kunststück vollbringen, eine 0:2-Rückstand noch zu drehen? Oder feiert Alba Berlin den Einzug ins Finale? Die Antwort gibt das Spiel. Und die Bamberger Fans, die mit ihren Fanbussen im Sturm der Euphorie nach Berlin eilen, werden alles daransetzen, ihren Beitrag zu leisten.