Badalona: vidorreta kritisiert defensives spiel gegen vilnius

Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen: Txus Vidorreta, Coach von La Laguna Tenerife, sprach nach dem Ausscheiden im spanischen Pokalfinale gegen Rytas Vilnius von einer taktischen Fehlentscheidung und einem Basketball, der schlichtweg nicht zum eigenen Spiel passt. Ein herber Schlag für die Canarias-Mannschaft, der Vidorreta vor den Medien offen thematisierte.

Die final four-falle: ein wiederkehrendes problem

„Es ist frustrierend, wie wir uns in den Final Four immer wieder anders präsentieren, als es uns während der Saison gewohnt ist“, klagte der baskische Trainer. Ein Schlüsselmoment war die Dominanz von Jerrick Harding, der mit 12 Freiwürfen den Unterschied machte – obwohl, so Vidorreta, er nicht der entscheidende Spieler war. „Die wirklich entscheidenden Spieler in den vergangenen Final Four-Spielen, die wir verloren haben, waren oft weniger bekannte Namen.“ Er nannte Paliukenas, Koksal und Cornelius als Beispiele, Spieler, die in ihren jeweiligen Spielen eine Schlüsselrolle spielten und wussten, was von ihnen erwartet wurde. Huertas hätte in den drei Spielen ebenfalls 12 Freiwürfe sammeln können, wenn die Umstände es erlaubt hätten.

Das Spiel gegen Rytas Vilnius offenbarte eine weitere Schwäche: „Sie reduzierten unser Spiel auf das 2-gegen-2-Spiel, und wir haben in den Final Four immer wieder Schwierigkeiten, unseren eigenen Rhythmus zu finden.“ Vidorreta sprach offen über die Probleme im zweiten und dritten Viertel, wo die Nervosität und die Schwierigkeit, Vorteile zu nutzen, das Team lähmten. Besonders die Leistung von Harding im dritten Viertel war schwer zu neutralisieren.

„Wir haben nicht das Gefühl gehabt, die Kontrolle zurückzugewinnen“, gestand Vidorreta. Der baskische Coach räumte ein, dass das Team im letzten Viertel nicht auf seinem gewohnten Niveau spielte, obwohl das Spiel bereits entschieden war. „Wir müssen Rytas Vilnius beglückwünschen und ihnen für die Zukunft alles Gute wünschen.“

Mehr als nur eine final four-enttäuschung

Mehr als nur eine final four-enttäuschung

Vidorreta betonte, dass das Problem tiefer geht als nur die Final Four. „Wir kommen hier mit einem Basketball an, der 14, 15 oder 16 Spiele lang funktioniert, aber in der Final Four scheinen wir die Verbindung zu verlieren.“ Diese Diskrepanz verursacht Frustration und führt dazu, dass das Team in entscheidenden Momenten Fehler macht.

Trotz der Enttäuschung zeigte sich Vidorreta jedoch zuversichtlich in Bezug auf sein Team. „Ich glaube an die Spieler, die uns hierhergebracht haben, weil sie es von Jahr zu Jahr tun.“ Der Stolz auf die Konstanz seiner Mannschaft – die seit neun Jahren in der Final Four oder Final Eight vertreten ist – war ihm anzusehen. „Es ist ein Privileg, hier zu sein, und viele Teams schaffen es nicht.“

Mit einem Augenzwinkern erinnerte Vidorreta an das vergangene Jahr: „Letztes Jahr haben wir eine ähnliche Niederlage erlitten und sind dann doch noch Halbfinalist in der Liga Endesa geworden.“ Er betonte den Einsatz von Marcelinho und kündigte an, dass das Team weiterhin darum kämpfen wird, unter den Top 4 der Liga zu bleiben, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Der Blick ist nach vorne gerichtet, die Lehren aus Vilnius sind gezogen.